Wahrzeichen ist fertig saniert

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Die Sanierung der Babenshamer Kirche steht vor der Vollendung
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Babensham - Es ist vollbracht! Das Wahrzeichen von Babensham ist saniert. Nach drei Jahren, in denen das Gerüst um die Kirche platziert war, wird es jetzt Stück für Stück abgebaut.

Immer wieder konnte man einen Stillstand der Arbeiten bemerken. Manch Bürger ärgerte sich, weil doch jeder Tag in denen das Gerüst steht, kostet. Doch Kirchenpfleger Martin Frank kann hier beruhigen: "Die Kosten für das Gerüst sind nicht ins unermessliche gestiegen, in den Wintermonaten beispielsweise hielten sich diese minimalst." Ein Abbau und nach einigen Wochen erneuter Aufbau hätten die Kosten hingegen enorm steigen lassen.

Als vor drei Jahren damit begonnen wurde, die Dachstuhlsanierung (wurde zum großen Teil von der Diözese übernommen und hat mit den aktuellen Sanierungskosten nichts zu tun) in Angriff zu nehmen, war von anderen Arbeiten noch nicht die Rede. Dann erst wurden weitere Mängel erkannt. Und die Diskussion um eine erneute Kostenabdeckung für zusätzliche Sanierungsarbeiten begann. Pfarrei und Diözese verhandelten und wogen ab.

Erst mal ein Nein

Zunächst bekam Babensham eine Absage aus München: Es wären aktuell keine Gelder vorhanden, hieß es. Daraufhin überlegten die Babenshamer und schlugen vor, nur die allerwichtigsten Arbeiten durchführen zu lassen, die dann eben komplett selbst von der Pfarrei übernommen werden könnten. Kurze Zeit später kam doch grünes Licht von hoher Stelle: Auch die Diözese hatte nochmals in die Töpfe für eine Ausschüttung geschaut. Der Startschuss für alle angedachten Sanierungsarbeiten war gefallen, die Kosten wurden aufgeteilt.

Kosten blieben im gesteckten Rahmen

Die Sanierung der Babenshamer Kirche blieb im Kostenrahmen, der zuvor bereits geschätzt wurde: 220.000 Euro Gesamtkosten. Die Diözese beteiligt sich hier mit 70 Prozent. Die restlichen 30 Prozent hat die Pfarrei zu tragen.

Allerhand vielfältige Arbeiten wurden dann innerhalb kürzester Zeit angepackt: Es wurde die Dachfalz erneuert, weil diese aufgegangen war. Ein nächster Sturm hätte sie womöglich mitgerissen. Auch die Jalousien an den Schalldächern des Glockenturms wurden ausgetauscht. Hierfür wurde Lerchenholz verwendet, das sehr witterungsbeständig und robust erscheint. Risse am Kirchenschiff wurden verpresst, eine Einblechung am Turm veranlasst. Sie funkelt noch immer sehr neu, muss erst noch nachwittern. Die Kugeln am Kirchturm erhielten eine Vergoldung, nur die an der obersten Turmspitze bleibt matt und ohne neuen Glanz. Aus Kostengründen (wegen der oberen Kugel das Gerüst nochmals aufstocken klingt zu viel) wurde dieser Kompromiss geschlossen.

Doch die Babenshamer können nicht meckern: Es wurden alle nötigen Arbeiten erledigt und alles verlief nach Plan. An der Sakristei wurde das Schieferdach erneuert. Der Wunsch, auch dem Kirchenschiff eine komplette neue Dachdeckung zu gewähren, ist derzeit nicht möglich. Und nach genauer Prüfung auch nicht notwendig, heißt es. 10 bis 15 Jahre hält es noch ohne weiteres. Malerarbeiten an den Außenseiten komplettieren das Gesamtwerk.

Wenn das Gerüst entfernt ist, kann der Sockel im unteren Außen-Bereich gemacht werden. Dann sind die Dachrinnen dran. An der Nordseite werden, so Kirchenpfleger Martin Frank, Hagelschutzgitter an die Fenster montiert. Und das Mauerwerk im Inneren etwas offenporiger verputzt. Damit es nicht irgendwann feucht wird, so Martin Frank weiter. Für das Jahr 2015 sind Arbeiten an der Innenwand geplant. Dort befinden sich derzeit noch Wandverkleidungen, die für das Mauerwerk keine Ideallösung darstellen.

Heimische Firmen hatten Vorrang

Schon vor der Ausschreibung für die Vergabe der Arbeiten war den Babenshamern wichtig, dass heimische Firmen wenn möglich Vorrang bekamen. Ein kleiner Bonus, der das Projekt „Kirchensanierung“ einfach zu einer regionalen Sache machten. So wurden Dachstuhlarbeiten von der Firma Lorenz König aus Babensham übernommen. Mauerarbeiten von der Firma Grundner aus Hub bei Soyen. Außerdem von der Firma Reiner aus Trostberg. Die Einblechungen übernahm eine Spenglerei aus Kraiburg. Die Malerei Neubauer aus Bad Endorf sorgte für den Außenanstrich. Nur wenige Dachdecker beherrschen das Schieferdach der Sakristei neu zu deckeln. Aus Marquartstein wurde hierfür eine Firma beauftragt.

Und dann wäre da noch der Spezialist für die Turmuhr: Die Firma Rauscher aus Regensburg kümmerte sich um diese hohe Aufgabe. Die Turmuhr ist übrigens in Gemeindehand. Denn eine öffentliche Uhr muss von der Gemeinde erhalten werden. Somit wurden die neuen Ziffernblätter an der Turmuhr aus der Gemeindekasse finanziert. Und die Babenshamer Bürgerinnen und Bürger sowie alle, die den Kirchturm im Vorbeifahren im Blick haben, können sich ab sofort nicht nur am Anblick der sanierten Kirche erfreuen, sondern haben wieder eine genaue Uhrzeit abzulesen.

Kirchensanierung in den letzten Zügen

Kirchensanierung in letzten Zügen

Regina Mittermair

Quelle: rosenheim24.de

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