Konzept mit 24 Baugrundstücken

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Rott - Ein Konzept zur möglichen Bebauung nördlich von Rott-Nord mit 24 Grundstücken und einer Stichstraße lag in der jüngsten Sitzung des Rotter Gemeinderats vor. Einen Beschluss zum Baugebiet gab es noch nicht.

Bürgermeister Marinus Schaber erläuterte, dass zur Prüfung der Versickerung des Regenwassers schon im Herbst die Grundbaulabor München GmbH beauftragt worden war, als hier noch der Bau des Kindergartens geplant gewesen sei. Denn nach der neuen Bauordnung soll die Oberflächenentwässerung da stattfinden, wo sie entsteht.

Diplom-Geologe Dr.Huber erläuterte die 15 Meter tiefen Bohrungen, die die Firma im Herbst durchführte. Dabei wurde eine Decklehmschicht festgestellt, darunter ein breites Kiesbett. Von dem her sei eine Versickerung durchaus möglich. Die Problematik liege hier darin, inwieweit eine Bebauung die Hangkante gefährdet und welche Auswirkungen auf die zahlreichen Quellen in Richtung Leitenweg und Eschenweg entstehen. Nach Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Gemeinde wurden zwei weitere und tiefere Bohrungen vorgenommen, die unter dem Kiesbett Tiefenmoränen feststellten. Grundbaulabor München GmbH kam damit zu dem Entschluss, dass die Hangkante bei einer Bebauung nicht gefährdet ist. Um den Druck auf die Quellen zum Leiten- und Eschweg nicht zu erhöhen, müssten jedoch zusätzliche Maßnahmen zur Regenwasserentwässerung vorgenommen werden.

Diesen Gedanken hat sich Diplom-Ingenieur Haindl von INFRA Rosenheim gemacht. Er plant auf den 24 möglichen Grundstücken 24 Schächte, die das Regenwasser auffangen sollen. Das auf der Straße entstehende Regenwasser soll in einem Regenauffangbecken gesammelt werden. Damit bleibt die Wolfsschlucht unbelastet, wo bereits ein Stauraumkanal aus Meiling ist.

Gemeinderat Sebastian Mühlhuber bezweifelte die Wirksamkeit solcher Maßnahmen und befürchtete negative Auswirkungen auch auf die Siedlungen in Bereich des Tennisplatzes. Auch Gemeinderat Max Zangerl befürchtete, dass diese Maßnahmen die Regenentwässerung von Meiling behindern würde. Johann Kirschbaum verwies auf die Alpmasiedlung, wo die möglichen Regenmengen als zu niedrig angenommen wurden. Hans Senega sprach sich für eine Gesamtlösung mit einem Kanal Richtung Aubach aus, da die Überschwemmungen in Rott-Nord noch nicht geklärt seine. Hier entgegnete Bürgermeister Schaber, dass Maßnahmen zur zusätzlichen Entwässerung in Rott-Nord bereits im Haushalt eingeplant sind.

Max Gilg und Franz Ametsbichler zweifelten an der Notwendigkeit eines neuen Baugebietes. Bürgermeister Marin Schaber und Franz Riedl wiesen auf die vielen Nachfragen hin und fragten ihre Kollegen, wenn Baugrund sowieso gebraucht werde, wieso dann nicht jetzt. Dr.Jürgen Hüther wies darauf hin, dass damals die gleichen Aussagen bei dem Baugebiet von Rott-Nord gemacht worden seien und wie schnell sich die Bebauung dort entwickelt habe. Hans Senega und Hans Kirschbaum sehen die Bürgerbeteiligungen zum Ortsentwicklungskonzept infrage gestellt.

Im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung wurde über mögliche Kaufpreise und Erschließungskosten gesprochen.

hri/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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