In Rosenheim gibt es zu wenig Azubis

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Landkreis - In Stadt und Landkreis Rosenheim gibt es zu wenige Auszubildende, zu viele Lehrstellen bleiben unbesetzt. Woran es liegt:

Ausbilungsplätze mit Karriere-Perspektiven:

rosenheim24-Azubi-Offensive

Trotz eines größeren Angebots an Lehrstellen in der Stadt und im Landkreis Rosenheim haben die Unternehmen 2012 weniger Azubis für eine Ausbildung gewonnen als im Vorjahr. Insgesamt schlossen die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistung in Stadt und Landkreis Rosenheim im abgelaufenen Jahr 1.240 Ausbildungsverträge ab, ein Minus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch in ganz Oberbayern stand unter dem Strich ein Rückgang um 2,3 Prozent.

„Der Mangel an Bewerbern verfestigt sich und betrifft alle Branchen“, sagt Sebastian Bauer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Rosenheim. Während die Unternehmen angesichts des erwarteten Fachkräftemangels und gut laufender Geschäfte weiter stark in die Ausbildung investierten, sei die Zahl der Bewerber rückläufig, erläutert der IHK-Gremiumsvorsitzende. So verließen zunehmend geburtenschwächere Jahrgänge die allgemein bildenden Schulen und der Trend zum Studium und zu weiterführenden Schulen wie der Fachoberschule halte an, so Bauer. Rund 20 Prozent der oberbayerischen Unternehmen gaben 2012 an, dass sie nicht alle Lehrstellen besetzen konnten.

„Für die Bewerber war die Auswahl an Lehrstellen dagegen noch nie so groß“, sagt Bauer. Insgesamt wurden der Arbeitsagentur im vergangenen Jahr 2.282 offene Lehrstellen in Stadt und Landkreis Rosenheim aus allen Ausbildungs­bereichen gemeldet, ein Plus von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon blieben jedoch 285 unbesetzt. Dagegen verzeichnete die Arbeitsagentur nach Beginn des Ausbildungsjahres im Herbst 2012 in Stadt und Landkreis nur noch 10 unversorgte Bewerber.

Der IHK-Gremiumsvorsitzende Bauer lobt die Anstrengungen der Betriebe, frühzeitig auf den potenziellen Fachkräftenachwuchs zuzugehen, Schülern mit weniger guten Noten eine Chance zu geben sowie mit Angeboten wie dem Dualen Studium neue Bewerberkreise anzusprechen. Die große Ausbildungs­bereitschaft der Unternehmen zeigt sich laut Bauer auch darin, dass die IHK in ganz Oberbayern im Jahr 2012 1.266 Betriebe erstmals für die Ausbildung gewinnen konnte.

„Leider unterschätzen viele Schulabgänger die hervorragenden Perspektiven durch eine betriebliche Ausbildung“, beklagt der IHK-Gremiumsvorsitzende. Er appelliert an die Schüler, Betriebspraktika in den anstehenden Schulferien zur Berufsorientierung zu nutzen und sich frühzeitig über Ausbildungsbetriebe zu informieren. Dazu verweist Bauer auf die Praktikumsbörse www.sprungbrett-bayern.de, die IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) sowie die Rosenheimer IHK-Ausbildungsmesse JobFit am 8. Juni 2013.

Insgesamt sind in Stadt und Landkreis Rosenheim 836 IHK-Unternehmen in der Ausbildung aktiv und stehen für 52,7 Prozent aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse.

Pressemitteilung IHK München

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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