Feuerwehren, Bergrettung und das THW

Ab Mittwoch funken Rosenheimer Rettungskräfte digital

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Digital löst analog ab: Mario Zimmermann (links) mit alten analogen Handfunkgeräten, Hans Meyrl mit einem neuen, deutlich handlicheren Digital-Gerät.

Landkreis - „Florian Rosenheim 30-1 für die Leitstelle Rosenheim“ – so klingt es, wenn die Integrierte Leitstelle (ILS) in Rosenheim ein Einsatzfahrzeug wie hier eine der Drehleitern der Feuerwehr per Funk ruft. Bisher wurden die Funksprüche mit analoger Technik gesendet, ab 2. November wird auf digital umgestellt.

Bisher wurden die Funksprüche mit analoger Technik gesendet, ab 2. November wird auf digital umgestellt. Dann funken alle Rosenheimer Feuerwehren, die Bergrettung und das THW Rosenheim mit der neuen Technik, die viele Vorteile bietet.

„Der Digitalfunk ist abhörsicher und gewährt deshalb hohen Datenschutz. Er hat eine deutlich bessere Sprachqualität als der analoge Funk und er unterdrückt störende Nebengeräusche, ist also auch an lauten Einsatzorten gut zu verstehen“ erklärt Rosenheims Stadtbrandrat Hans Meyrl. Und sein Stellvertreter, Stadtbrandinspektor Mario Zimmermann ergänzt: „Durch die neue Technik gibt es – vereinfacht gesagt – mehr Platz für den Funkverkehr aller beteiligten Organisationen, die Auslastung für den täglichen Betrieb ist geringer und der Funkbetrieb damit einfacher und sicherer“. Bei Großeinsätzen können auch verschiedene Gruppen zusammengeschaltet werden, was die Einsatzsteuerung bei solchen Ereignissen erleichtert“, so Meyrl und Zimmermann.

Auch explosionsgeschützte digitale Funkgeräte stehen zur Verfügung.

Für die Umstellung wurde die ILS in Rosenheim entsprechend technisch ausgerüstet, in die Fahrzeuge der beteiligten Organisationen wurden neue Geräte eingebaut. Bei den Rosenheimer Feuerwehren haben das zwei extra dafür geschulte Mitarbeiter der Hauptfeuerwache erledigt, dadurch wurden – so Stadtbrandrat Meyrl – fast 100.000 Euro an Kosten eingespart. Zu den fest eingebauten Geräten in den Fahrzeugen kommen neue Handfunkgeräte für den mobilen Einsatz, darunter auch explosionsgeschützte Exemplare, die etwa bei einem Gasunfall gefahrlos verwendet werden können. Alle Geräte ähneln Handys und sind auch in der Bedienung ähnlich. Und sie sind leichter und handlicher als die vergleichsweise recht großen analogen Funkgeräte.

Schon seit Wochen werden die Einsatzkräfte in Theorie und Praxis für die neue Funktechnik ausgebildet, eine erste gelungene Bewährungsprobe gab es – wie berichtet - am 15. Oktober bei der Großunfallübung am Rosenheimer Klärwerk zusammen mit dem THW, dem BRK, den Maltesern und der Ambulanz Rosenheim. Es ist also alles gerüstet für die Umstellung auf den Digitalfunk, trotzdem bleiben die alten analogen Geräte noch für einige Zeit in Betrieb. Falls die digitale Technik mal streiken sollte, kann innerhalb von Sekunden auf analog umgeschaltet werden.

Nach den Feuerwehren und dem THW in der Stadt Rosenheim sowie der Bergrettung werden bis Ende November nach und nach auch die Feuerwehren und das THW in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach sowie die Wasserrettung auf digital umgestellt. 

Martin Binder

Quelle: rosenheim24.de

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