Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

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Rosenheim - Die Agentur für Arbeit in Rosenheim verzeichnet für den August einen leichten Anstieg in der Arbeitslosigkeit:

Von Mitte Juli auf Mitte August stieg die Zahl der Arbeitslosen um fast 400 auf 7860 an. Damit ist die Zahl der Betroffenen zwar um 5,3 Prozent höher als im Vormonat, aber immer noch um 17 Prozent oder 1620 niedriger als im August letzten Jahres. Jakob Grau, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit, kommentiert dies so: „Üblicherweise steigt die Arbeitslosigkeit von Juli auf August an, so auch heuer. Es ist Haupturlaubszeit in Bayern, daher werden Neueinstellungen kaum getätigt. Außerdem haben sich viele junge Menschen arbeitslos gemeldet, die erst kürzlich ihre Ausbildung erfolgreich beendet haben und nun einen Job suchen. Ein Teil wird nur kurzfristig bei uns registriert sein, da einige ab Herbst auf die Berufsoberschule gehen oder ein Studium beginnen wollen. Diese jungen Leute stehen also dem Arbeitsmarkt nur für befristete Jobs zur Verfügung.“

Grau weiter: „Die Arbeitslosenquote hat sich – zum zweiten Mal in Folge – um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent erhöht (Vorjahr 3,5 Prozent). Durch den jahreszeitlich typischen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit von 690 im Juli auf jetzt 900 hat sich auch die Arbeitslosenquote der jungen Menschen unter 25 Jahren sukzessive von 1,4 Prozent um Juni , dann 2,0 Prozent im Juli, auf nunmehr 2,6 Prozent erhöht. Ich gehe aber davon aus, dass die Jugendarbeitslosigkeit im nächsten Monat bereits wieder sinken wird.“

Die Zahl der Arbeitslosen wird in zwei „Rechtskreisen“ ausgewiesen, je nachdem, wer für die Betreuung zuständig ist. Von der Agentur für Arbeit in Rosenheim und deren Geschäftsstellen wurden im August nach dem Rechtskreis SGB III insgesamt 4010 Personen betreut (= Arbeitslose, die Anspruch auf das Arbeitslosengeld I aus ihrer letzten Beschäftigung haben, oder die keinerlei finanzielle Leistungen bekommen). Im Vergleich zum Juli sind das 350 Arbeitslose mehr. Von diesen 4010 Arbeitslosen sind 670 unter 25 Jahre alt. Im Rechtskreis SGB II, die von den zuständigen Jobcentern betreut werden, ist die Entwicklung etwas besser. Hier sind „nur“ 50 Personen mehr gemeldet als im Vormonat, insgesamt sind es aktuell 3850 Personen. Von diesen 3850 Arbeitslosen wiederum sind 230 unter 25 Jahre alt. Grau zur Situation: „Erfreulich ist, dass in beiden Rechtskreisen die Arbeitslosigkeit gegen über dem Vorjahr zurück gegangen ist. Bei Arbeitslosengeld II – Empfängern geschieht der Abbau allerdings langsamer. Bei diesem Personenkreis ist die Quote derjenigen ohne Ausbildung höher.

Die freien Arbeitsstellen sind zwar – bedingt durch die Urlaubszeit – gegenüber dem Vormonat um 240 auf 2960, darunter 2780 sozialversicherungspflichtige, zurück gegangen, dies sind aber immer noch fast 400 mehr als im August letzten Jahres. So manche Stellenbesetzung zieht sich über einen längeren Zeitraum hin, da Betriebe meist sehr klare Vorstellungen haben, welchen Mitarbeiter sie suchen. Ist der „Idealbewerber“ nicht zu finden, müssen andere Lösungen gefunden werden. Eine der Lösungen ist das Programm IFlaS (Initiative zur Flankierung des Strukturwandels). Sie soll den erkennbaren Strukturwandel durch geeignete, auch längerfristige Qualifizierungen unterstützen und damit dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Die berufliche Weiterbildungsförderung im Rahmen von IFlaS zielt darauf ab, Geringqualifizierten den Erwerb anerkannter Berufsabschlüsse beziehungsweise von den Kammern zertifizierter Teilqualifikationen zu ermöglichen und somit die Beschäftigungsfähigkeit dieser Personengruppe zu stärken. Einbezogen werden Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer. Gelder dafür stehen zur Verfügung. Inhaltliche Schwerpunkte sind Qualifizierungen in den Bereichen Lagerlogistik, Bürokaufmann/-frau, Industriemechaniker, Berufskraftfahrer.

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1549 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um 120 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 4,8 Prozent. Von den betroffenen Personen werden derzeit 562 (plus 39) im SGB III – Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II – Bereich ist um 81 auf 987 gegenüber dem Vormonat gestiegen.

Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent auf. Hier sind mit 3 407 erwerbslosen Personen 128 mehr gemeldet als im Juli. Von den Beschäftigungslosen werden 1869 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 179 mehr als im Juli. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1538 Frauen und Männer zuständig, 51 weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1568 gemeldeten Arbeitslosen eine Zunahme (plus 79) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte verändert und beträgt 2,5 Prozent. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 838 Erwerbslose, 68 mehr als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 730 SGB II – Kunden (plus elf gegenüber dem Vormonat).

Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 2,7 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat). Hier sind derzeit 1332 Personen erwerbslos gemeldet, 70 mehr als im Vormonat. 740 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 64 mehr als im Juli. Die optierende Kommune verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Plus von sechs Betroffenen, aktuell sind 592 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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