Mehr Platz auf der Burg

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Architekt Eik Kammerl, Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Andreas Holzner und Christian Albersinger, Obermeister Metallhandwerk (von rechts), vor den beiden Gebäuden auf der Burg, in denen elf zusätzliche Plätze für das Altersheim entstehen sollen.

Wasserburg - Der Kaufvertrag mit dem Freistaat Bayern ist noch gar nicht unterschrieben, aber die Erweiterung des Altenheimes auf der Burg wird bereits geplant.

Die Kreishandwerkerschaft und die Stiftung Attl wollen das Altenheim auf der Burg um einige Zimmer im Haus Nummer 11 erweitern. "Eine äußerst sinnvolle Angelegenheit", kommentierte dies Bürgermeister Michael Kölbl in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Kölbl ist auch insofern involviert, als die Stadt beziehungsweise die von ihr verwaltete Heiliggeist-Spitalstiftung das Gebäude vom Freistaat Bayern kauft und es in Erbpacht an die Kreishandewerkerschaft weitergibt. Da sei man "auf der Zielgeraden" so der Bürgermeister.

Noch ist der Kaufvertrag aber nicht unterzeichnet. Das liegt laut Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots daran, dass Brandschutz-Stellungnahme und Prüfstatik noch nicht vorliegen. "Wenn das beim Landratsamt durch ist, dann kauft die Stadt beziehungsweise die Heiliggeist-Spitalstiftung", so Schloots. Er hoffe, dass das Genehmigungsverfahren spätestens Anfang Mai abgeschlossen sei.

Bis dahin hat hoffentlich auch die Handwerkskammer von Oberbayern, Rechtsaufsicht der Kreishandwerkerschaft, die Wirtschaftlichkeit des Projektes geprüft. "Da wir uns aber von Anfang an mit der Stiftung Attl einig waren und dies die Basis war, die Erweiterung überhaupt zu machen, sieht das alles gut aus", ist Schloots optimistisch.

"Sicherung des Altenheimes"

Die Erweiterung trage auch zur Sicherung des von der Stiftung Attl betriebenen Altenheimes bei, hatte Kölbl im Bauausschuss erklärt, denn ein Teil der Burg9 kann derzeit wegen eines fehlenden zweiten Fluchtweges gar nicht als Altenheim genutzt werden. Über die Garagen des Vermessungsamtes in der Burg 11 könne dann ein vernünftiger zweiter Fluchtweg gebaut werden.

Dass diese Erweiterung das Altenheim sichert, das sieht auch Friedrich Seipel, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Attl so. Denn die elf Plätze, die in der Burg 9 und der Burg 11 entstehen sollen, bringen die Gesamtzahl auf 73, "das ist die Untergrenze der Wirtschaftlichkeit". Denn das Personal müsse ja vorgehalten werden, auch wenn wirklich mal zwei oder drei Plätze nicht belegt wären. Wobei das eher selten der Fall, ist, denn Seipel hat die Erfahrung gemacht, dass die Burg nach wie vor bei den Wasserburger sehr gefragt ist. Je nach Pflegestufe der in die Burg9 und Burg11 einziehenden Frauen und Männer werden durch diese Erweiterung drei bis maximal acht neue Arbeitsplätze für Altenpfleger entstehen, so Seipel.

Der Bauausschuss hatte dem Antrag auf Erweiterung einstimmig zugestimmt. aber wann ist es denn nun so weit? "Ende Mai ist sehr optimistisch, Ende Juni wahrscheinlicher", so Schloots. Die meisten Arbeiten erledigen die Mitglieder der Kreishandwerkerschaft selber, es sind weitgehend kleine Gewerke, "die Obermeister haben sich das schon alles angeschaut". Nur der nötige Aufzug, der mit knapp 160.000 Euro allein die Hälfte der Kosten verursacht, der wird vergeben.

In drei Schritten zwischen Herbst dieses und Frühjahr nächsten Jahres, werden dann die elf neuen Plätze belegt.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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