Moore einmal anders erleben

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Kirchberg in Tirol - In Tirol fand eine Moorführerausbildung statt. Moore werden immer seltener und ihr Schutz ist auch in unserer Region wichtig.

Kirchberg in Tirol war am Mittwochabend Schauplatz für den feierlichen Abschluss einzigartigen Ausbildung in Österreich und Bayern gemeinsam: 24 Frauen und Männer aus Bayern, Tirol und Salzburg absolvierten im Rahmen des EU finanzierten, grenzüberschreitenden Interreg Projektes „Moor Allianz in den Alpen“ einen 80 stündigen Kurs um ab jetzt als Botschafter der Moore unterwegs zu sein.

Dabei werden sie künftig Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen das Thema Moor im Rahmen von speziellen Führungen auf vielfältige und spannende Art und Weise vermitteln.

„Moore sind selten geworden, daher benötigen sie gerade heute unsere besondere Aufmerksamkeit“, so die Worte Anton Schobers, seines Zeichens Schutzgebietsbetreuer des größten Hochmoorkomplexes Mitteleuropas der Schwemm in Walchsee (Tirol) und Partner des Moor Allianz Projektes.

Die Moor Allianz in den Alpen ist ein Zusammenschluss aus sechs Moorregionen in Bayern, Tirol und Salzburg, darunter die Südlichen Chiemseemoore, zwischen Bergen, Grabenstätt und Bernau sowie die Rosenheimer Stammbeckenmoore bei Raubling.

Es wird das gemeinsame Ziel verfolgt, die Moore einerseits bekannt zu machen, andererseits besonderes Wissen zu ihrer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch für uns Menschen zu vermitteln. Dafür wurden eigens Umweltbildungsmaterialien aufbereitet, die im Klassenzimmer aber auch im Gelände von den Moorführerinnen und Moorführern als Unterstützung im Rahmen ihrer Führungen verwendet werden können.

„Nur durch den persönlichen Kontakt wird es auch in Zukunft möglich sein diese besonderen Naturjuwele zu erhalten.“, so Bürgermeister Klaus Manzl der Gemeinde Ellmau (Tirol) in seiner Ansprache im Rahmen der Verleihung. Wolfgang Pelikan, Vorsitzender des Nationalen Ramsar Komitees Österreich, das zum selben Zeitpunkt in Kirchberg tagt, ergänzt: „Unsere Feuchtgebiete leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz da sie Kohlenstoff speichern.

Sie bilden Retentionsräume und schützen somit vor Hochwässern. Die Moorführerinnen und Moorführer sind ab jetzt Botschafter der Moore und können durch ihren Einsatz sehr viel Bewusstsein dafür schaffen.“

Die Ramsar Konvention hat sich auf internationaler Ebene nach dem „Wise use“ Prinzip dem Erhalt und Schutz der Feuchtgebiete gewidmet.

Das grenzübergreifende Projekt Moor Allianz in den Alpen hat mit dem Abschluss der Moorführerausbildung seinen Höhepunkt erreicht. Es gilt als „Leuchtturmprojekt“, das heißt als Vorzeigebeispiel dafür, wie gut schützen und nachhaltiges nützen einer Naturlandschaft ineinander greifen können.

Führungen werden in den Partnerregionen der Moor Allianz angeboten. Nähere Informationen dazu finden sich auf der eigens entwickelten Projekthomepage www.alpen-moorallianz.eu 

Pressemitteilung Carsten Voigt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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