P-Seminar des Luitpold-Gymnasiums errichtete Lehmbau im Park der Ovenbeck-Villa

"In der Pause hockt eigentlich immer jemand da"

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Hermann Gärtner (ganz links) mit den Jugendlichen des P-Seminars beim Errichten des Lehmbaus im Park der Ovenbeck-Villa. Wieviele Kehrseiten Platz auf der Lehmbank unter dem Dach haben, das testeten jetzt die Schüler mit Lehrerin Marianne Huber (rechtes Bild links) sowie den hilfsbereiten Fachleuten und Schulleiter Peter Rink.

Wasserburg - Schüler, die sich selber aussuchen, was sie lernen wollen. Das kennt man aus der Reformpädagogik. Das geht aber auch am Luitpold-Gymnasium:

Theresa Froschmayer interessiert sich für Architektur, für Bauen mit alternativen Materialien. Warum also nicht ein P-Seminar dazu machen, bevorzugt zum Lehmbau? Interessierte Mitschüler waren schnell gefunden und mit Marianne Huber auch die Lehrerin. Architekt Eugen Maron übernahm die "Patenschaft", denn es sollte ja nicht nur gelernt werden, wie der jahrtausendealte Lehmbau funktioniert, sondern selber gebaut.

Da hatten allerdings einige Fachleute, die sich schon lange mit Lehmbau beschäftigen und von dem P-Seminar besucht wurden, ihre Zweifel, dass das so funktionierte, wie die Oberstufenschüler sich das dachten. Also wurde aus dem ursprünglich geplanten Häuschen eine gemütliche Sitzecke.

So sehr viel Theorie zum bauen selber hätten sie im Vorfeld gar nicht gemacht, erzählt Theresa Froschmayer, das meiste hätten sie in der Zusammenarbeit mit den Fachleuten gelernt. Und da war vor allem Hermann Gärtner gefragt. Der Wasserburger Lehmbauer leitete die Bauarbeiten, organisierte das notwendige Material, stellte Werkzeug und Wissen zur Verfügung. Andere Geschäftsleute und Handwerker unterstützten die Jugendlichen, sei es mit Sachspenden, sei es mit Arbeitskräften - oder mit beidem. Und Marianne Huber stellte amüsiert fest, dass ihr P-Seminar bei den mehrtägigen Bauarbeiten einen Wachstumsprozess durchlief, immer eingespielter und harmonischer wurde. Die Wände standen, das Dach war drauf, das Fundament drunter, da stellte Harald Lorenz vom Landratsamt fest, dass da ja wohl noch eine Lehmbank fehle. und organisierte diese. Gut so, denn die wird ausgiebig genutzt. "In der Pause hockt eigentlich immer jemand da", haben die P-Seminarler festgestellt und sehen das als Anerkennung ihrer Arbeit, "das freut einen!"

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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