Konstituierende Sitzung:

Rosenheims neuer Kreistag nimmt die Arbeit auf

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Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler mit seinen Stellvertreterinnen und Stellvertretern: (von links) Josef Huber, Marianne Loferer, Wolfgang Berthaler, Alexandra Burgmaier, Andrea Rosner und Dieter Kannengießer

Rosenheim - Jetzt kann es los gehen: Heute Vormittag stellte der neue Rosenheimer Kreistag mit seiner konstituierenden Sitzung die Weichen für die Zukunft, der neue Landrat leistete seinen Amtseid. *NEU: Bilder*

Vereidigung, Wahl der stellvertretenden Landräte und die Besetzung der Ausschüsse – es waren eine ganze Reihe Formalien, die der neu gewählte Rosenheimer Kreistag heute (14.05.14) in seiner konstituierenden Sitzung abarbeiten musste. Nachdem Landrat Wolfgang Berthaler seinen Amtseid geleistet hatte, stellte er die aus seiner Sicht wichtigsten Vorhaben für die kommenden sechs Jahre vor.

Das Programm des Landrats

Berthaler will die Schulden des Landkreises reduzieren und trotzdem Visionen verwirklichen. An erster Stelle nannte er den weiteren Ausbau der Schullandschaft. Wir sind schon weit, sagte er, trotzdem gebe es große Herausforderungen. Konkret sprach er die bereits begonnenen Arbeiten an der Realschule in Prien an. An der Realschule in Bruckmühl und an der Fachoberschule in Rosenheim herrscht Raumnot und in Prien soll es eine neue Sporthalle geben. Das Kreisklinikum in Prien wird fertiggebaut und in Wasserburg steht ein gemeinsamer Klinikneubau mit dem Bezirk Oberbayern an.

Der Landkreis Rosenheim liegt an mehreren Hauptverkehrsachsen, die können Segen und Fluch sein, so Berthaler. Die Herausforderungen sind der Ausbau der Autobahn A8, die Westtangente, der Brennerzulauf und die B 15: Da werden wir uns kräftig einbringen müssen, kündigte der Landrat an.

Zudem will er die Tourismusverbände aus Rosenheim und Traunstein möglichst eng zusammenführen. Ein erstes Gespräch mit dem neuen Traunsteiner Landrat Siegfried Walch findet noch diese Woche statt. Berthalers Vorgabe ist klar: Der Chiemsee kann nicht die Trennlinie sein. Aufgrund der relativ guten Finanzlage der Gemeinden und damit auch des Landkreises hofft der Landrat, jährlich 8 Millionen Euro Schulden abzubauen und 20 Millionen Euro jährlich für Investitionen zur Verfügung zu haben.

Vereidigung der Rosenheimer Landräte

Auf Tour durch den Landkreis

In den kommenden Monaten möchte Landrat Berthaler mit dem Kreistag sämtliche Liegenschaften des Landkreises besuchen. Ein wichtiges Ziel ist aus seiner Sicht auch die Baustelle des Brennerbasistunnels. Er bat die Kreisräte, einen gemeinsamen Weg zu gehen, um den Landkreis weiter zu entwickeln.

Eigens zur konstituierenden Sitzung des Rosenheimer Kreistages war die Vizepräsidentin der Regierung von Oberbayern, Maria Els, nach Rosenheim gekommen. Sie bedankte sich bei allen Kreisrätinnen und Kreisräten, dieses Ehrenamt übernommen zu haben. Es sei nicht selbstverständlich, sich zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen. An Wolfgang Berthaler gewandt meinte Els: Das Amt das Landrats gehöre zu den schönsten weltlichen Ämtern, die es in Bayern zu vergeben gebe.

Überhaupt gehört der Landkreis Rosenheim, nach ihren Worten, zu den stärksten Wirtschaftsräumen in Bayern, Deutschland und Europa. Els verwies darüber hinaus auf das umfangreiche Bildungsangebot und die zahlreichen Natur- und Kulturjuwelen. Es gebe viele Möglichkeiten für eine weitere Entwicklung und große Aufgaben stünden weiterhin an. Els bot ihre Unterstützung und die von Regierungspräsident Christoph Hillenbrand an.

Neue Kreisräte vereidigt

Nach der Vereidigung der 26 neuen Mitglieder bestätigte der Kreistag den Babenshamer Bürgermeister Josef Huber (CSU) in seinem Amt als stellvertretender Landrat. Die weiteren stellvertretenden Landräte sind Andrea Rosner (Bündnis 90/Die Grünen), Marianne Loferer (CSU), Alexandra Burgmaier (SPD) und Dieter Kannengießer (Parteifreie/ÜWG). Der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Sepp Hofer, scheiterte zwei Mal bei dem Versuch, ebenfalls zu einem weiteren stellvertretenden Landrat gewählt zu werden. Hofer trat sowohl gegen Marianne Loferer als auch gegen Dieter Kannengießer an und erreichte in beiden Fällen nicht die notwendigen Stimmen.

Ausschüsse gebildet

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Ausschüssen, wie Kreisausschuss, Jugendhilfeausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss, bildete der neue Kreistag noch drei weitere Ausschüsse, nämlich die Ausschüsse für Kultur und Tourismus, für Schule und Sport sowie für Umweltangelegenheiten, Landwirtschaft, räumliche Entwicklung und Naturschutz.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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