Viel bleibt nicht übrig

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Der Landkreis Rosenheim will im Jahr 2013 in die Errichtung von Fotovoltaikanlagen auf landkreiseigenen Gebäuden investieren. Um den großen Gewinn scheint es den Verantwortlichen dabei nicht zu gehen.

Rosenheim - Der Kreisausschuss hat sich ohne Gegenstimme für die Gründung des Elektroversorgungsunternehmens "Erneuerbare Energien des Landkreises Rosenheim BgA" ausgesprochen.

Es soll nach dem ebenfalls einstimmig bekundeten Willen des Gremiums die Errichtung von Fotovoltaikanlagen auf den Dächern von zwei Lagerhallen vorantreiben, die zur kreiseigenen Kompostieranlage Aham im Gemeindegebiet von Eiselfing gehören.

Leitender Baudirektor Gerhard Kippes hatte dem Ausschuss zuvor aus technischer Sicht die grundsätzliche Eignung der Dächer für das Installieren solcher Anlagen erläutert, zugleich aber darauf hingewiesen, dass die Dachkonstruktionen im Falle der Errichtung verstärkt werden müssten. Diese Verstärkung hätte allerdings den Vorteil, dass die Stabilität der Dächer dann auch den neuen Richtlinien für den sogenannten Schneelastdruck entspräche.

Die Investitionskosten in Höhe von 210.000 Euro sollen im Haushalt für das Jahr 2013 bereitgestellt werden. 180.000 Euro entfallen auf die Fovoltaikanlagen, 25.000 Euro kostet die Verstärkung der Dachkonstruktion, und 5000 Euro müssen für die Anschlusskosten aufgebracht werden. 86.000 Kilowattstunden Strom sollen die beiden Anlagen pro Jahr erzeugen, die laut Landrat Josef Neiderhell einen jährlichen Nettoerlös von 12.400 Euro erbringen. Zieht man die voraussichtlich anfallenden Ausgaben - unter anderem für Dachreinigung und Versicherungen - ab, rechnet der Landkreis im Jahr 2013 mit einem Gewinn von 1700 Euro, der sich ab dem Jahr 2014 auf 1400 Euro reduziert.

Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller (CSU) wollte seine Zustimmung zwar nicht verweigern, seine Begeisterung für das Projekt hielt sich jedoch in Grenzen. "Wir können das schon machen, aber eigentlich bleibt nichts übrig", meinte Schwaller unter Hinweis auf die Finanzknappheit des Landkreises.

Im Januar dieses Jahres hatte sich die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen dafür stark gemacht, die Dächer von landkreiseigenen Gebäuden für die Errichtung von Fovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen, sofern dies möglich ist. Im September hatte der Umweltausschuss die Aufrüstung der beiden Lagerhallen-Dächer befürwortet. Die Zustimmung des Kreistags steht noch aus.

Norbert Kotter (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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