An Sanierung führt kein Weg vorbei

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Der Sanierungsbedarf ist augenscheinlich: Die Fenster mit den Holzrahmen sind kaputt, Beton im Rohrkeller unter dem Gaudibrunnen nicht mehr als solcher zu erkennen, marode das Dach der Schwimmhalle.

Wasserburg - Das Badria ist 35 Jahre alt und entsprechend in vielen Bereichen einfach kaputt mit energetisch schlechten Werten. Der Stadtrat stimmte jetzt für eine Sanierung:

Einstimmig folgte der Stadtrat der Empfehlung des Werkausschusses zur Betonsanierung und energetischen Sanierung ab September 2014. Drei Monate soll das Badria dann für verschiedene Baumaßnahmen geschlossen sein, die nach Grundlagenermittlung und Vorplanung rund 1,43 Millionen Euro kosten sollen.

Die Bilder vom Badria auf der großen Leinwand sprechen für sich: Dicke Eiszapfen bilden sich an den nicht mehr dichten Fenstern im Winter, das Dach hat Lücken, der Beton Schäden durch das Chlorwasser und die Fenster sind im Eimer. Architekt Horst Weinmann und Diplom-Ingenieur Bunge hatten sich das Badria genau angesehen und präsentierten dem Stadtrat die Ergebnisse der Grundlagenermittlung die Vorplanung für die Baumaßnahme. Bürgermeister Michael Kölbl erläuterte zum Zeitplan, dass Maßnahmen, die isoliert vorgezogen werden können in der normalen Schließungszeit nächstes Jahr nach den Sommerferien erledigt werden sollen. Da der Abriss der Turnhalle bei der zweiten Großbaustelle der Stadt, die Sanierung der Mittelschule, nächstes Jahr stattfinden wird und die Schüler dann mehr Schwimmunterricht haben werden, soll die Großbaumaßnahme im Badria 2014 sein, denn dann haben die Mittelschüler ihre nagelneue Turnhalle. Geschlossen wäre das Badria von September bis vor Weihnachten.

Die Kosten sind nicht wenig, der Handlungsbedarf aber wurde nicht in Frage gestellt. "Wir kommen nicht aus, es ist ein Riesenbatzen Geld, aber zu machen will keiner", so Werner Gartner (SPD). "Wir müssen das machen", so auch Elisabeth Fischer (CSU), die Wert darauf legte, dass man bei der Planung auch auf die Kosten achte, damit die nicht bei jeder Sitzung höher würden.

Anregungen gab es nur zur Nutzung des Dachs, wo für das Außenbecken das Brauchwasser erwärmt wird. Geprüft werden soll, ob nicht thermische Sonnenkollektoren aufgebracht werden sollten, damit die Nutzung über den Sommer hinaus möglich wäre. Nach der einstimmigen Befürwortung geht es nun an die weiteren Planungsschritte für diesen Bereich.

Kaputt und marode allerdings ist auch der Gaudibrunnen, dessen Sanierung ebenso wie Betonsanierung und energetische Sanierung der Schwimmhalle seit zwei Jahren immer wieder diskutiert und geplant wird. "Abgesoffen, durchfeuchtet" ist der Bereich von Gaudibrunnen und den umfassenden Pflasterungen.

Besuchermagnet Gaudibrunnen

Der Werkausschuss hatte sich auch für die Sanierung dieses Bereiches ausgesprochen und zusätzlich für eine Attraktivitätssteigerung, "der Gaudibrunnen ist den Besucherumfragen nach der Magnet im Badria", so der Bürgermeister. Außerdem sei, so Kölbl weiter, die Sanierung alleine nicht wesentlich günstiger als eine echte Attraktivitätssteigerung und man könne den Besuchern nach dreimonatiger Schließungszeit etwas Neues bieten. Die Kostenschätzungen liegen für die Sanierung bei 793 000 Euro, mit einer Steigerung der Attraktivität bei rund 950 000 Euro.

Einig war sich der Stadtrat auch bei diesem Punkt: Zumachen wollte den Gaudibrunnen niemand, das Besucherumfrageergebnis überzeugte. Doch auch nach der Attraktivitätssteigerung hat das Badria Konkurrenten, Andreas Roder (Block) meinte, das Ambiente zum Beispiel der Ruperti-Therme sei doch ein bisschen etwas anderes und auch den Gastrobereich sollte man nicht vernachlässigen. Diesen Vergleich ließ der Bürgermeister nicht gelten, weil man erstens kein Thermalwasser habe und zweitens bei einer ähnlichen Ausstattung gleich nochmal eine Null an die Million anhängen könne. Edith Stürmlinger (Bürgerforum) dachte über Maßnahmen nach, die weniger Geld kosten wie Diskos für die Jugend "auch die wenig charmanten Plastikliegen gehören eigentlich schon längst weg". Zu den Liegen warnte Kurt Fritsch, "hochwertige kosten ein Vielfaches". Der Leiter der Stadtwerke wies aber darauf hin, dass man nach und nach immer etwas verbessere. So gebe es das Filmangebot in der Schwimmhalle, das Farbkonzept werde nach und nach umgesetzt "und die Musik und Beleuchtung im Schwimmbecken sind jetzt fertig".

vo/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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