Schnell ins Internet

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Auf ihrem Funkturm in der Tegernau hat die Telekom auch die LTE-Technik installiert.

Wasserburg - Ab April soll in einem Umkreis von rund zehn Kilometern die neue LTE-Technik für drahtlosen schnellen Internet-Zugang zur Verfügung stehen. Die Telekom hat jetzt die erforderliche Anlage in Betrieb genommen.

Der Standort ist unter den ersten 20 in Bayern und gehört zu ganz wenigen, die zum Jahreswechsel von der Telekom in Südostbayern in Betrieb genommen wurden. Die Nutzer der neuen Technik sieht die Telekom vor allem bei den Bürgern von Schonstett, Ramerberg, Babensham, Amerang und Eiselfing, denn die Stadt selbst ist weitgehend verkabelt und mit DSL versorgt.

"4G-Standorte haben eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern", so Jörg Haderer, Leiter Technik Mobilfunk der Telekom Deutschland in Bayern in einer Pressemitteilung. Ein Kreis von zehn Kilometern um den Antennenstandort deckt fast den kompletten nördlichen Landkreis Rosenheim ab.

LTE steht für Long Term Evolution und bezeichnet die vierte Mobilfunkgeneration. Wenn ab April die entsprechenden Geräte für die Kunden zur Verfügung stehen, können diese drahtlos ihre Fotos, E-Mails und Musikdateien schicken - und zwar "in ähnlich hoher Geschwindigkeit wie im Festnetz", so die Telekom: Möglich sind bis zu 50 MBit pro Sekunde, garantiert werden von der Telekom drei MBit, was einer normalen Breitband-Versorgung entspricht. Parallel dazu kann auf diesem Weg auch telefoniert werden.

"Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch die Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren", so die Telekom. Sie plant demnach, bis Jahresende bundesweit über 500 Orte mit LTE zu versorgen. Die Region Wasserburg gehört nun zu den ersten.

Telekom-Mitbewerber sind auf diesem Sektor ebenfalls aktiv: Vodafone hat bereits in Schnaitsee eine Anlage in Betrieb, die auch Unterreit abdecken soll (wir berichteten), und in Ebersberg wird O2 einsteigen.

Diese Betreiber hatten im Mai neue Funkfrequenzen ersteigert, die den Ausbau des 4G-Netzes überhaupt erst ermöglichen. Alleine die Telekom hat dafür nach eigenen Angaben rund 1,3 Milliarden Euro bezahlt. Die Nutzung der ehemaligen Rundfunkfrequenzen ist an Lizenzauflagen der Bundesnetzagentur gebunden. Demnach müssen 90 Prozent der unversorgten Orte in Deutschland bis 2016 an schnelle Breitband-Infrastruktur angeschlossen werden.

LTE ist eine Weiterentwicklung der bisher angebotenen Mobilfunktechnologien GSM und UMTS. Der 4G-Vermarktungsstart ist bei der Telekom für den April 2011 vorgesehen, dann stehen auch die erforderlichen Endgeräte zur Verfügung. Ein "Call & Surf Comfort" via Funk werde exklusiv in Gebieten ohne DSL-Versorgung angeboten, so die Telekom. Der Tarif enthält für monatlich 39,95 Euro eine Telefonflatrate für das gesamte deutsche Festnetz, eine Datenflatrate und einen vergünstigten WLAN-Router. Interessenten können sich auf der Webseite www.telekom.de/4g vormerken lassen.

koe/re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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