Schritte zum neuen Kindergarten

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Rott - Es geht voran: Die jüngste Gemeinderatssitzung dauerte fast bis Mitternacht - und es ging nur um den neuen Bau des Rotter Kindergartens.

Zunächst stellten Architekt und Landschaftsarchitekt den Vorentwurf zum Bebauungsplan "Nördlich der Münchener Straße" vor. Da das städtebauliche Konzept mit Erschließungskonzept mit den wichtigsten Fachbehörden abgestimmt sei, geht Architekt Werner Schmid davon aus, dass es keine erheblichen Einwänden geben werde.

Der Vorentwurf sieht Doppelhäuser im regionaltypischer Langhausform vor, nicht störende Gewerbebetriebe sind möglich, der Ausgleichflächenbedarf liegt bei 4300 Quadratmeter, rund 2050 müssen extern nachgewiesen werden, was auf dem gemeindlichen Grundstück "Am Rockerl" vorgesehen ist. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan war einstimmig, Werner Schmidt und Landschaftsarchitekt Alexander Oberbauer sind mit den weiteren Planungen beauftragt.

Einstimmig erfolgte auch die notwendige Änderung der Flächennutzungsplans für den Bereich "Nördlich der Münchener Straße".

Lesen Sie auch:

Zum Thema neuer Kindergarten waren zwei weitere Gäste ins Rotter Rathaus gekommen, zwei Architekten des bauftragten Architekturbüros Krug+Grossmann. Zunächst gab es Informationen zu einem Treffen im Kreisjugendamt, um den Vorentwurf zu besprechen. Zwar regt das Amt unter anderem an, dass im Krippenbereich der Waschraum eine direkte Belüftung haben sollte, und im Kindergarten wegen der je geplanten 30 Plätze für die zwei Gruppen die Gruppennebenräume auf 20 Quadratmeter vergrößert werden sollen, unter dem Strich lobt das Amt aber das Konzept als "äußerst gelungen und vorbildlich wegen der frühen und gleichzeitigen Beteiligung alle Planer und Kindergartenleitung".

Bei der Vorstellung des Vorentwurfs zum neuen Kindergarten sorgte das ellipsenförmige Büro im Westen für Diskussionen. Der Gemeinderat hatte Bedenken wegen der Mehrkosten und meinte, die Form stelle einen Fremdkörper im der sonst rechteckigen Fassade dar. Argumente des Architekten, Mehrkosten könnten durch Einsparungen im Bereich der Lichtkuppeln kompensiert werden und dass die Rundung den Eingangsbereich aktiv wirken lasse, überzeugten den Gemeinderat nicht, er bat um Alternativvorschläge.

Das im Querschnitt versetzte Dach, das großzügige Foyer mit anschließendem Mehrzweckraum, die Gruppenräume mit Spielemporen und mit eigenen Nebenräumen, Wirtschafts- und Sanitärräume sowie den vorgeschlagenen Küchenbereich nahmen die Gemeindräte billigend zur Kenntnis.

Mit einer Gegenstimme entschied sich der Gemeinderat für die Massivbauweise, nachdem der Architekt Vor- und Nachteile dieser und der Holzbauweise erläutert hatte. Alle waren sich einig, dass der Neubau zwei Lüftungsanlagen bekommen soll, eine für den westlichen Gebäudebereich mit Leitungsbüro, Foyer und Mehrzweckraum und eine für den restlichen Bereich.

Schließlich ging es noch um das Heizungskonzept. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, den neuen Kindergarten zunächst an die Heizungsanlage im Gebäude der Feuerwehr anzuschließen. Mittelfristig plant die Gemeinde eine Heizzentrale für Schule, Kindergarten und Feuerwehr, was allerdings erst passieren kann, wenn die Schule energetisch saniert ist. Erhalten soll der Kindergarten eine Fußbodenheizung.

Mit großer Mehrheit im nichtöffentlichen Teil erhielt Alexander Oberbauer aus Amerang den Auftrag zur Freiflächenplanung um den Kindergarten. Im öffentlichen Teil hatten er und Armin Stiegler ihre Vorstellungen vorgetragen. Der Ameranger Landschaftsarchitekt möchte für einen detaillierten Plan zunächst eine Abstimmung mit dem pädagogischen Konzept. Im Gemeinderat erläuterte er, dass er eine naturnahe Planung mit modelliertem Gelände bevorzuge.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser