Wo sind die 13,4 Milliarden Mark?

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Die gute alte D-Mark: Auch in der Region Wasserburg werden noch Bargeldbestände in der alten Währung zu den Banken gebracht.

Wasserburg - In der Tasche eines Wintermantels finden sich ein paar Mark: Noch viele kleine DM-Schätze warten darauf, entdeckt zu werden. Der Umtausch ist auch noch in Wasserburg möglich.

Seit neun Jahren ist der Euro Zahlungsmittel im Bargeldverkehr. Fast eine Dekade haben die ersten Euro-Scheine und -Münzen schon auf dem Buckel. Die D-Mark ist Geschichte, und dennoch rechneten 2010 laut einer Emnid-Umfrage noch 65 Prozent der Bundesbürger "gelegentlich" in Mark um. In den Köpfen ist sie nach wie vor präsent, und auch in so manchen Haushalten schlummern wohl noch DM-Restbestände vor sich hin. Anders sind die "ausstehenden" 13,4 Milliarden Mark nicht zu erklären, die die Bundesbank aktuell ermittelte.

Was tun mit Bargeld in der alten Währung? Der klassische Weg führt zur nächstgelegenen Bundesbank-Filiale - also nach München. Der Einzelhandel buhlt auch immer mal wieder um die alte Mark. So verlängerte etwa der Textilkonzern C&A kürzlich seine DM-Aktion auf unbestimmte Zeit. Und in Wasserburg sammelt der Förderverein Rottmoos jedes Jahr vor Weihnachten die alten Bargeld-Schätze.

Allerdings geht es auch einfacher: Die meisten Wasserburger Bankfilialen spielen nämlich noch Wechselstube. Kunden der Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg können ihre DM-Bestände in die Filialen bringen. Per Wertbrief schickt die Sparkasse das Alt-Geld an die Bundesbank in München. Diese rechnet den Betrag in Euro um und schreibt ihn dem Konto des Kunden gut. Laut Marketingleiter Robert Minigshofer sind die Beträge "meist unter 100 Euro". Vereinzelt seien jedoch auch Beträge bis zu 10.000 Euro zum Umtausch gebracht worden.

Auch die RSA-Bank mit Sitz in Rechtmehring bietet ihren Kunden diesen Service an. Das Prozedere ist das selbe wie bei der Sparkasse. In der Regel werden in den Filialen eher kleinere Beträge abgegeben - mehr als 1000 Euro seien die Ausnahme. "In den letzten 14 Tagen ist aber überdurchschnittlich viel bei uns gelandet", verriet eine Mitarbeiterin der Bank. Zwei Vereine ließen anscheinend größere DM-Beträge aus alten Kassen in Euro umtauschen.

Fast kurios mutet an, dass in letzter Zeit gehäuft Fünf-Mark-Scheine in die Geschäftsstellen gebracht wurden, galten diese doch als eher rar. Ein Erklärungsversuch: Vielleicht löste da der ein oder andere Sammler seinen Bestand auf, der beim Frühjahrsputz wieder einmal ans Tageslicht kam.

Bei der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee ist der Eintausch ebenso noch möglich. Mitarbeiter Gerhard Hanslmaier erklärt, dass dieser Service allerdings nur noch vereinzelt von den Kunden in Anspruch genommen werde. Bei größeren Beträgen würde seine Bank den Kunden an die Bundesbank in München (Leopoldstraße 234) verweisen.

Die Wasserburger Filialen der Sparda Bank München sowie der Hypovereinsbank bieten die Möglichkeit zum Umtausch nicht mehr an.

Quelle: rosenheim24.de

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