Zu tief ins Glas geschaut

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Wasserburg - Eindeutig zu tief ins Glas geschaut hatte ein 62-Jähriger aus dem Umland, als er am 18. Dezember 2009 von einer Weihnachtsfeier in Wasserburg heim fuhr.

Laut Zeugenaussagen war der 62-Jährige durch eine unsichere Fahrweise aufgefallen. Gegen 21 Uhr kam er mit seinem Opel auf der Salzburger Straße stadtauswärts in einer Rechtskurve zu weit nach links und touchierte dabei mit seiner vorderen linken Wagenseite einen entgegenkommenden VW, in dem zwei Personen saßen, die durch den Aufprall ein HWS-Syndrom, besser bekannt als Schleudertrauma, erlitten. Der Unfallverursacher blieb unverletzt, an dem gegnerischen Fahrzeug entstand ein Sachschaden von über 6000 Euro.

Nun musste sich der 62-jährige Fahrer vor dem Amtsgericht Wasserburg wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Dabei war der Angeklagte vollumfänglich geständig und er bedauerte seine Alkoholfahrt, bei der er 2,68 Promille aufzuweisen hatte.

Das Gericht verurteilte ihn nun zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 25 Euro und einem Fahrverbot von insgesamt 14 Monaten. Damit bleibt ihm eine MPU erspart. Damit blieb das Gericht unter dem geforderten Strafmaß der Staatsanwaltschaft von 80 Tagessätzen zu je 30 Euro sowie einer Führerscheinsperrfrist von neun Monaten mehr und über dem der Verteidigung, die 60 Tagessätze zu je 25 Euro und eine Führerscheinsperrfrist von insgesamt 13 Monaten gefordert hatte.

In der Urteilsbegründung hob das Gericht hervor, dass der Angeklagte bisher noch keinerlei Vorahndungen aufzuweisen hatte. Jedoch habe es sich bei dem hohen Alkoholgehalt um kein Kavaliersdelikt mehr gehandelt. Der Angeklagte habe sich äußerst gefährlich verhalten und es sei großes Glück gewesen, dass bei dem Unfall nicht mehr passiert sei.

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

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