Rätsel um Motiv und Todesursache

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Albaching - Die Tote in Albaching: Noch immer gibt es keine neuen Erkenntnisse zur Todesursache. Im Laufe des Montags soll es einen neuen Pressebericht des Polizeipräsidiums geben.

Wenig neue Erkenntnisse gab es am Sonntag von offizieller Seite zu dem Familiendrama, das sich am Freitag in Albaching abgespielt hat. Der mutmaßliche Täter war am Nachmittag in Freising in eine Verkehrskontrolle geraten. Völlig verstört hatte der 68-Jährige dort den Beamten gestanden: "Ich habe meine Frau umgebracht." Im gemeinsamen Haus fand die Polizei kurz darauf tatsächlich seine 36 Jahre alte Ehefrau tot auf. Die von den Philippinen stammende Frau kam gewaltsam ums Leben. Zur genauen Todesursache äußerte sich die Polizei auch gestern nicht. Ein Sprecher verwies auf die Obduktion, deren Ergebnis noch ausstehe. Der Ehemann befindet sich in Haft.

Das Paar hatte sich vor zehn Jahren kennengelernt, als der heute 68-Jährige Urlaub auf den Philippinen machte. Sie folgte ihm mit einer heute 13 Jahre alten Tochter nach Albaching. Das Paar hat zwei eigene Kinder, die neunjährige Tocher isabella und den drei Jahre alten Sohn Raeven Philip - der Kleine war Wiggerls ganzer Stolz. Für den 68-Jährigen, der nebenbei eine Landwirtschaft betrieb, war es bereits die dritte Ehe. Auch seine zweite Frau kam von den Philippinen.

Wie die tz und der Münchner Merkur berichten, gab es zwischen dem tatverdächtigen Ludwig B. und seiner Ehefrau Razel immer wieder Streit ums Geld. Nachdem der 68-Jährige jahrelang mehrere Jobs gleichzeitig hatte, ließ er es in den letzten Jahren etwas langsamer angehen. Dabei halfen die großzügige Abfindung aus der Fabrik Ende der 90er Jahre und die Mieteinnahmen der Einliegerwohnungen des Anwesens. Trotzdem muss es immer wieder Ärger gegeben haben. „Die Razel war lieb, aber halt auch eine Matz“, erzählt einer der Nachbarn. „Der Wiggerl sollte immer wieder Geld heranschaffen. Für ihre Familie auf den Philippinen. Aber das war nicht alles. Zuletzt, so erzählt man sich, wollte sie knapp 2000 Euro von ihm, weil sie eine Internetbekanntschaft in Ägypten besuchen wollte.“

Ihr Mann, der als hilfsbereit, aber auch aufbrausend beschrieben wird, hat deshalb angeblich erst vor kurzem den Computer zertrümmert.

Quelle: Oberbayerisches Volksblatt//tz/mm

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Barth/cs

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