Turbulentes Jahr hinter sich

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Eine Rampe führt nun hinauf zum Haupteingang des - wesentlich bunteren - Krankenhauses.

Wasserburg - Die Romed-Klinik blickt auf ein bewegtes Jahr 2009 zurück. Vieles hat sich getan und verändert. Die Patienten aber schienen mit "ihrem" Krankenhaus zufrieden!

Nur ein Promille wandte sich mit einer Beschwerde an den Patientenbeauftragten.

Als einschneidendste Veränderung ist sicher die Fusion der ehemaligen Triamed Kreiskliniken Bad Aibling, Prien und Wasserburg mit dem Klinikum Rosenheim im Sommer zu sehen. Die organisatorischen Umbrüche fanden im Hintergrund statt, für die meisten Patienten änderte sich nicht viel.

Im Februar bekam die Innere Abteilung der Klinik mit Dr.Dr.Petja Piehler eine neue Chefärztin. Das Leistungsspektrum der inneren Abteilung wurde im Bereich der Magen-Darm-Diagnostik, der Diabetologie und des schlafmedizinischen Screenings erweitert, naturheilkundliche komplementäre Behandlungsmethoden wurden eingeführt. Die steigenden Patientenzahlen mit einem Plus von rund elf Prozent belegen, dass die Patienten das Angebot gut angenommen haben.

Die Chirurgie hat sich mit einem neuen Oberarzt verstärkt. Dieser bietet zusätzlich die Schwerpunkte Darmchirurgie - konventionell und Schlüssellochchirurgie - und Proktologie an.

Größere Investitionen wurden getätigt. Dazu gehört die Neugestaltung des nun behindertengerechten Eingangsbereiches. Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen müssen nun nicht mehr durch den Hintereingang über die Rampe, die im Notfall auch die Rettungswage nutzen, sondern können durch den Haupteingang mit seinen jetzt automatich öffnenden Türen. Noch nicht abgeschlossen ist die Außensanierung des Krankenhauses. Die Maßnahme ist mehr als nur eine Schönheitsoperation, es geht vor allem auch ums Energiesparen.

Eine neue digitale Röntgenanlage wurde angeschafft mit einem Kostenaufwand von etwa 210.000 Euro, zusätzlich wurden die Räumlichkeiten der Röntgenabteilung für rund 50.000 Euro renoviert. Durch den Wegfall der Kosten für Filme, Chemikalien und Ähnlichem sind jährliche Einsparungen von mindestens 35.000 Euro zu erwarten. Des Weiteren wurden im November zwei Beatmungsgeräte für etwa 30.000 Euro angeschafft. Dabei handelt es sich um ein "Dauerbeatmungsgerät" und ein Transportbeatmungsgerät, mit dessen Einsatz beatmete Patienten auch auf Transporten zu Untersuchungs- und Behandlungsplätzen versorgt werden können.

Die Rezertifizierung des Qualitätsmanagements der ehemaligen Kreiskliniken Bad Aibling, Prien und Wasserburg nach DIN EN ISO 9001 hat im November 2009 erfolgreich stattgefunden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wurde auch das Beschwerdemanagement eingeführt. Dabei haben die Patienten und Angehörigen die Möglichkeit, Beschwerden abzugeben. Jede schriftliche an den Patientenbeauftragten Mathias Weichselgärtner gerichtete Beschwerde wird innerhalb von zwei Tagen bearbeitet. Die Beschwerdeführer erhalten auf Wunsch die Möglichkeit eines Gesprächs mit den Leitungen (Chefärzten, Pflegedienstleiter oder dem kaufmännischen Leiter). Grundsätzlich nimmt der Patientenbeauftragte Kontakt mit den Betroffenen auf und informiert sie über den Ausgang beziehungsweise die eingeleiteten Schritte. Diese Maßnahmen werden durchweg positiv bewertet. Im vergangenen Jahr sind nur sieben Beschwerden eingegangen, bei rund 6500 stationären Patienten.

2010 beginnt am Krankenhaus schon wieder mit einer Neuerung: Nach über 30 Jahren verlässt der Chefarzt der Anästhesie, Dr.York Höffer von Loewenfeld, die Klinik, er geht zum 31. Januar in den Ruhestand. Die Nachfolge ist noch nicht geregelt.

re/syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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