Brücke oder Fußgängerübergang am Innkraftwerk

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Wasserburg - Der Stadtrat berät: Ein Fußgängerüberweg am Kraftwerk für geschätzte eine Million Euro oder alternativ eine neue Brücke über den Inn für geschätzte vier Millionen Euro?

Zudem mit im Verhandlungspool: Ein zugesagter Zusschuss für die Verbindung zwischen Burgerfeld und Altstadt von 600000 Euro aus dem Umweltministerium: Der Stadtrat diskutierte, in welche Richtung unter diesen Voraussetzungen weiter verhandelt werden soll.Für Bürgermeister Michael Kölbl ist die Zuschusszusage von Umweltminister Dr.Marcel Huber, den Bau eines Übergangs für Fußgänger und Radler zwischen Altstadt und Burgerfeld von 600000 Euro (wir berichteten) und allen mit dem Bau am Innkraftwerk verbundenen Vorteile "eine Gelegenheit, die es vielleicht alle paar Jahrzehnte gibt, wenn wir das Geld nicht abschöpfen bekommt es eine andere Gemeinde am Inn". Die Vorteile, so Kölbl, seien, dass der Hochwasserschutz per se beim Kraftwerk liege und ein vorhandener Bau genutzt werden könne.

Von den Kosten her sei die Insellösung gestorben, trotzdem bleibe Skepsis, denn das Kraftwerk sei doch relativ weit weg von der Altstadt, so Werner Gartner (SPD). Dafür spreche aber, dass man den Übergang dort praktisch nicht sehe, im Vogelschutzgebiet kein neuer Bau entstehe und beim Hochwasserschutz mehr Sicherheit gegeben sei.

Sich nicht entscheiden konnte sich bei den beiden Alternativen Christian Stadler (Grüne), weil für ihn die Kostennutzung nicht geklärt ist, auch im Zusammenhang mit dem Zugang durch den Altstadttunnel mit einem Radlweg auf einer Eisenbahnverkehrsfläche. Er meinte, eine Brücke hätte zwar dreifach höhere Kosten, aber auch mehr Nutzung. Die ehemalige Zugstrecke und der Übergang am Kraftwerk seien, so der Bürgermeister, zwei Dinge, die nicht verknüpft werden könnten. "Die Wasserburger wollten den Übergang schon als der Zug noch fuhr über den Rottmooser Keller und den Atteler Fußweg." Und er gab zu bedenken, ein Übergang am Innkraftwerk wäre ein technischer Bau an einem technischen Bau, bei der Alternative wäre auch der Denkmalschutz gefragt, "was sicher nicht kostenmindernd ist".

Elisabeth Fischer (CSU) meinte, es gebe bestimmt elegante Brücken, aber die Kosten hielten ihre Fraktion davon ab, trotzdem sollte nochmal genau geprüft werden.

Während es für Helmut Schedel (SPD) ein Schildbürgerstreich wäre, diese Chance nicht zu nutzen und er außerdem in Gesprächen mit Leuten nur Ablehnung zur Insellösung höre, sah Hans Köck (CSU) doch auch ein finanzielles Risiko. Eine Studie habe diesen Betrag ergeben, eine anderen jenen, "wir wissen ohne Planung nicht, ob es bei dieser einen Millionen bleibt". Sein Fraktionskollege Oliver Winter meinte, über die Kosten bei beiden Lösungen brauche man nicht reden, aber die Nutzerfrequenz wäre wohl bei der Insellösung aufgrund der Nähe zur Schule höher.

Mit fünf Gegenstimmen einigte sich der Stadtrat schließlich für die weitere Verhandlungslinie mit dem Verbund und dem Landkreis als Träger der überörtlichen Radwege in Richtung Übergang am Kraftwerk.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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