"Ohne Streiks ändert sich nichts"

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Wasserburg - Die Mitarbeiter der großen Molkereibetriebe in Wasserburg gingen auch am Donnerstag wieder für ihre Forderungen auf die Straße. "Ohne Streiks ändert sich nichts," so die einhelige Meinung.**Neues Video vom Streik**

Der Streik bei Goldsteig in Cham.

Am  Donnerstag traten vier weitere Betriebe in den Ausstand: Goldsteig in Cham , BMI in Würzburg und die Molkerei Bauer und Bauer Frischdienst in Wasserburg. In allen vier Betrieben gab es eine sehr hohe Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks, welche zwischen zwei und drei Stunden andauerten. 

„Unsere Warnstreikwelle rollt und rollt und rollt. Bis heute waren es die Belegschaften aus 15 Betrieben, mit ca. 1.700 Streikenden, die unseren Streikaufrufen gefolgt sind. Wir sind bereits in der Planung zur Ausweitung des Arbeitkampfes, falls am 20. Oktober die Arbeitgeber kein abschlussfähiges Angebot auf den Tisch legen.“, so Hans Hartl, Landesbezirksvorsitzender der NGG in Bayern.

In Wasserburg wurde diesesmal mit musikalischer Unterstützung und gesungenen Forderungen nachdrücklich auf die Probleme in der miclhverarbeitenden Industrie hingewiesen.

Die Mitarbeiter von BMI in Würzburg streikten auch am Donnerstag.

Unerstützt wurden die streikenden Mitarbeiter des Milchwerks Bauer wieder von den umliegenden bayrischen Milchwerken wie Bergader, Meggle und Danone. "In die Arbeit gehen bis zum umfallen, kann doch nicht die Erfüllung sein," so die einhellige Meinung unter den Streikenden.

Der Streik bei Meggle

Georg Schneider, Geschäftsführer der Gewerkschaft für die Region Oberbayern, organisierte den Streik gemeinsam mit den Arbeitnehmern gegenüber der Werkseinfahrt. Von der Geschäftsleitung kam erfreulicherweise Verständnis für das in Anspruch genommene Streikrecht der Mitarbeiter.

Bisher gab es von der Arbeitgeberseite keine konkreten Angebote zu den Forderungen der NGG nach einer Entgelterhöhung von fünf Prozent, einer dauerhaften Übernahme der Auszubildenden für zwölf Monate, einem Tarifvertrag zur Altersteilzeit und zu Regelungen zur Leiharbeit, wie unter anderem gleiche Bezahlung.

Unterstützt wurden die Streikenden in ihren Forderungen zusätzlich durch Mitarbeiter umliegender Molkereien und Milcherwerke wie Bergader, Bauer, Wendelstein und Danone. Bislang haben in sieben Betrieben Warnstreiks stattgefunden. Am Mittwoch werden weitere drei Molkereien folgen.

Streik bei Meggle

„Die Stimmung in den Belegschaften ist zunehmend angespannt, da die Arbeitgeberseite bei den bisherigen beiden Verhandlungen keine greifbaren Angebote vorgelegt hat. Bis zur dritten Verhandlung am 20. Oktober wird die Warnstreikwelle noch weiter rollen und größer werden.“, so Hans Hartl, Landesbezirksvorsitzender der NGG in Bayern.

aj/Pressemitteilung NGG

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © aj

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