Renaturierung in vollem Gang?

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Viel Arbeit steckt in der Renaturierung, doch die Maßnahmen bringen die Natur voran

Wasserburg - Wie entwickeln sich die Maßnahmen zugunsten der Natur im Bereich des Inns? Dieser Frage gehen derzeit viele aus Politik und Naturschutz nach.

Seit November 2013 erst ist Sigi Hagl aus Landshut die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.

Nun war sie erstmals in dieser Funktion in Wasserburg zu Gast.

Mit Vertretern des Wasserburger Ortsverbandes, darunter Ortsvorsitzende Steffi König und Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Christian Stadler, sowie Mitgliedern des Kreisfischereivereins Wasserburg und der Ortsgruppe des Bund Naturschutz nutzte man die Gelegenheit, sich bei einem Ortstermin von der Verbund AG den derzeitigen Stand der Renaturierungs-Maßnahmen im Bereich der Innstaustufe Wasserburg  zeigen zu lassen.

Grundlage für diese Maßnahmen ist eine Vereinbarung zwischen der Verbund Innkraftwerke GmbH mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Die vorgesehenen Maßnahmen umfassen unter anderem Entlandungen und Anbindungen von Altwässern, die Schaffung von Brutinseln für seltene Vögel und von Laichplätzen für Fische und Amphibien.

Bevor es mit dem Boot aufs Wasser  ging und die Maßnahmen vor Ort besichtigt wurden, stellte Georg Loy als zuständiger Projektleiter der Verbund Innkraftwerke die Vorgeschichten und die durchgeführten Maßnahmen in einem Impulsvortrag mittels einer Präsentation vor.

Lobend erwähnt wurde sowohl von den Vertretern des Verbund als auch des Kreisfischereivereins und des Bund Naturschutz die enge Abstimmung und Zusammenarbeit aller Beteiligten an dem umfangreichen Projekt. So haben die Fischer aus Rosenheim und Wasserburg vor Beginn der erforderlichen Baggerarbeiten mehr als 4.000 Muscheln  mit der Hand geborgen und später wieder eingesetzt.

Seit der Stauhaltung besitzt der Inn einen relativ konstanten Wasserpegel. Überschwemmungen, in deren Verlauf sich neue Arme bilden, bleiben aus, und Altgewässer verlanden zunehmend.

Aus einer dynamischen Gewässerlandschaft mit Flutmulden, Zuläufen und Gräben war in weiten Teilen ein steriles Gebiet geworden. Verlandungen sorgen dafür, dass Altarme und Tümpel im Winter nicht tief genug sind und durchfrieren.

Vielen Fischen kommt dadurch die "Kinderstube" abhanden. Mit dem Rückgang der Fischpopulation  hatten sich auch die Vögel zurückgezogen.

Bereits jetzt, relativ kurze Zeit nach Beginn der Maßnahmen, sind die positiven Effekte deutlich festzustellen Künstlich angelegte Altwasserarme sind bereits nach etwa einem Jahr nicht mehr als vom Menschen gemacht zu erkennen und die Artenvielfalt bei Fauna und Flora hat erkennbar zugenommen.

Ausgezeichnet

Die Bemühungen der Verbund AG wurden bereits 2013 von der Vereinigung der Jäger und Fischer im Raum Rosenheim mit einem Umweltpreis honoriert.

Auch die Grüne Landesvorsitzende Sigi Hagl zeigte sich vom Engagement und der engen Zusammenarbeit von Stromunternehmen, Fischern und Naturschützern begeistert. Auf die ausgesprochene Einladung, diesen Ortstermin im Frühjahr bei lebhafterer Vegetation, z.B. zur Orchideenblüte, zu wiederholen, komme sie sehr gerne zurück.

PM Wasserburger Grüne / Regina Mittermair

Quelle: rosenheim24.de

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