Plakataktion in Wasserburg gegen das Ladensterben

"Der Einzelhandel muss sich wehren, sonst gehen wir alle vor die Hunde!"

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Das Banner vor dem Geschäft der Familie Pöhmerer.

Wasserburg - Mit einer klaren Botschaft möchten Markus Pöhmerer und seine Tochter Gismunde Pöhmerer die Wasserburger wachrütteln.

Bereits seit 1952 ist Markus Pöhmerer als Büromaschinenmechaniker in Wasserburg tätig, seit 1972 gibt es das Geschäft "Büromaschinen Pöhmerer" in der Altstadt. Seit zwei Jahren ist der Laden unter der Leitung seiner Tochter Gismunde. Markus Pöhmerer ist einer der letzten seiner Art, den Ausbildungsberuf des Büromaschinenmechanikers gibt es schon seit Ende der 80er Jahre nicht mehr. 

Und so wie die digitale Revolution dem Beruf des Büromaschinenmechanikers ein Ende gesetzt hat, so droht nun auch vielen Einzelhändlern, dank der Konkurrenz aus dem Internet, das Aus. Auf der Jahreshauptversammlung des WFV Wasserburg wurde das Thema bereits angesprochen, doch Pöhmerer und seine Tochter Gismunde möchten selbst aktiv werden, bevor es zu spät ist.

"Noch sind Einzelhändler für Sie da, es liegt an Ihnen"

Deswegen haben sich die beiden dazu entschieden, ein großes Banner über ihrem Geschäft aufzuhängen: "Noch sind Einzelhändler für Sie da es liegt an Ihnen", steht dort groß geschrieben. Ziel der Aktion sei es , einfach die Kunden, aber auch andere Geschäftsleute, auf das drohende Ladensterben in der Altstadt Wasserburgs aufmerksam zu machen. 

Gismunde und Markus Pöhmerer wünschen sich, dass die Wasserburger Einzelhändler mehr an einem Strang ziehen würden. "Der Einzelhandel muss sich wehren, sonst gehen wir alle vor die Hunde!", so Markus Pöhmerer. Es müsse öffentlich auf das Problem aufmerksam gemacht werden.

Bis jetzt haben die beiden, nach eigener Aussage, sehr viel Unterstützung und Zuspruch für ihre mutige Aktion bekommen, denn nicht jeder sei von der Aktion begeistert. Manch einer äußerte seine Bedenken gegenüber den beiden, dass die Aktion nach hinten losgehen könnte. So oder so wird das Banner nur eine Woche hängenbleiben, wegen der strengen Werbebestimmungen in Wasserburg.

"Wir müssen uns alle zusammenraufen, jeder ist gefragt"

Fakt ist, bereits auf der ersten Bürgerversammlung zum ISEK, wurde von den Stadtplanern festgestellt, dass eine der großen Stärken von Wasserburg die vielen Geschäfte mit ihrem großen Einzugsbereich sind.  Die bevorstehende Schließung des Inn-Kaufhauses schürt bei den Geschäftsleuten in Wasserburg aber Zukunftsängste. Wie soll es nur weitergehen, wenn schon ein so großes Unternehmen aufgeben muss?

Gismunde Pöhmerer zeigt sich aber kämpferisch: "Wir müssen uns alle zusammenraufen, jeder ist gefragt". Die Botschaft auf dem Banner richte sich nach Aussage von Gismunde Pöhmerer an alle Wasserburger, egal ob Kunden oder Geschäftsinhaber.

bcs

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