Festlicher Abend zum fünften MEGGLE-Gründerpreis im Rathaussaal

Herrmann: "Gründer braucht unser Land"

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Wasserburg - Die diesjährigen Preisträger des MEGGLE-Gründerpreises kamen alle aus dem Landkreis Rosenheim. Den ersten Platz sicherte sich die Ledermanufaktur Lerner aus Amerang, Platz zwei und drei gingen an das Unternehmen B11 von Dirk Huber in Edling und an das Wasserburger Unternehmen Fußstetter Planungs-Gesellschaft mbH. **Neu: Bilder** 

Stelldichein der Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft: Zahlreiche Gäste waren zur Verleihung des fünften MEGGLE-Gründerpreises am Donnerstag in den historischen Rathaussaal nach Wasserburg gekommen. Als Ehrengast begrüßte Toni Meggle den bayerischen Staatsminister Joachim Herrmann. 

Neben Herrmann gaben sich auch die heimische Politprominenz wie die Rosenheimer Landtagsabgeordneten Otto Lederer und Klaus Stöttner, Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler sowie die Bürgermeister aus den Altlandkreisen und Kreis- und Bezirksräte die Ehre für den feierlichen Abend. Der historische Rathausaal war bis auf den letzten Platz gefüllt.  

5. MEGGLE-Gründerpreis in Wasserburg (1)

Vorbildfunktion für die junge Generation

Toni Meggle bedankte sich eingangs bei seinen Mitarbeitern der Firma sowie bei der Führungsspitze. Nicht zuletzt sei er auf die großartige Unterstützung seiner Frau Marina angewiesen, dass die Preisverleihung auch jedes Jahr aufs Neue ein besonderes Ereignis werde. 

Der Stifter des MEGGLE-Gründerpreises, der mit insgesamt 50.000 Euro dotiert ist, übergab dann das Wort an Staatsminister Joachim Herrmann, der im Anschluss in einer ausdrucksvollen Rede über die Zukunft der Verkehrsinfrastruktur in Oberbayern referierte. 

Es sei ihm eine große Ehre, heute Abend in Wasserburg am Inn bei der Verleihung des MEGGLE-Gründerpreises dabei sein zu dürfen."Gründer braucht unser Land", begann Herrmann. "Aus diesem Grund möchte ich besonders dem Unternehmer Toni Meggle danken, dass er mit seiner Vorbildfunktion die junge Generation ermutigt und beflügelt, den Mut aufzubringen, selbst etwas Neues zu gründen." 

"Größtmögliche Flexibilität für die Bürger"

In seinem Vortrag führte der Minister unter anderem aus, wie wichtig eine leistungsfähige und gut ausgebaute Infrastruktur als Grundvoraussetzung für Mobilität sei. "Wir wollen die Verkehrsinfrastrukturen verstärkt ausbauen und verbinden, um größtmögliche Flexibilität für die Bürger zu erreichen", so Herrmann. "Dazu müssen wir ein noch besseres Netzwerk anlegen. Ob die Bürger nun Straßen, Schienen, Radverkehr sowie Wasser- und Luftwege nutzen wollen, sollen sie in einem freien Land wie Deutschland selbst entscheiden können." Auch deshalb setzt die Bayerische Verkehrspolitik konsequent auf Vernetzung und Digitalisierung. "E-Mobilität ist unsere Zukunft", erklärte Herrmann. 

Dass ihm die Umsetzung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur auch in der Region rund um Rosenheim gelingen wird, davon ist der Minister überzeugt: "Unsere finanziellen Mittel für den Ausbau der Bundesstraßen in Bayern liegen allein in diesem Jahr bei 1,6 Milliarden Euro - und dieses Geld werden wir auch verbauen." Zudem stünden 485 Millionen Euro für die kommunalen Straßen bereit. "Das ist fast eine Million mehr als der Zuschuss für den Ausbau der Staatsstraßen", freut sich Herrmann und ist überzeugt, dass dieses Geld "richtig und gut angelegt ist". 

5. MEGGLE-Gründerpreis in Wasserburg (2)

Fragen und Antworten zur Zukunft der Verkehrsinfrastruktur in Bayern

Im Anschluss an Herrmanns Rede entwickelte sich ein Podiums- sowie Publikumsdiskussion mit Diplom-Ingenieur Wolfgang Inninger, Leiter des Projektzentrums Prien am Fraunhofer Institut, unter der Moderation von Gerd Maas, dem Regionalvorsitzenden "Die Familienunternehmer ASU". 

Es wurden Fragen rund um die Verkehrsinfrastruktur geklärt. Dabei sei vor allem der Wandel in unserem Wertesystem zu beachten, erklärte Inninger. "Früher war besonder im ländlichen Raum das eigene Auto das große Statussymbol der jungen Menschen." Jetzt ginge der Trend mehr zu materiellen Dingen wie dem Smartphone. 

Deshalb müsse man sich anpassen, stimmte Herrmann zu. "Angebote wie Carsharing müssen gefördert werden. Den jungen Menschen genügt es heutzutage meist, irgendein Auto zur Fortbewegung fahren zu können." Auch in diesem Punkt sei die Digitalisierung wiederum ein wichtiger Punkt, um schneller und genauer über Staus, Blitzer oder Mautstraßen jederzeit informiert werden zu können.

Resümee der Preisträger 2015

Im Anschluss an die Diskussion lieferten die Preisträger aus dem letzten Jahr jeweils ein kurzes Resümee, wie es ihnen seit der Verleihung des MEGGLE-Gründerpreises ergangen ist. "Wir hoffen, den diesjährigen Gewinnern bleibt ein bisserl mehr von ihren Preisgeldern", ließen die Verantwortlichen Drittplatzierten der Firma Impact Innovations GmbH Haun schmunzelnd verlauten. "Uns sind im letzten Jahr die Wasserburger Lokalitäten und Kneipen ein wenig zum Verhängnis geworden." 

Viel Applaus erntete die Vertreterin des letztjährigen Siegers, der Brauerei Camba Bavaria aus Truchtlaching, die dem CSU-Minister Herrmann ein selbstgebrautes „tiefschwarzes Bier mit Schaum“ zum Probieren übergab.

5. MEGGLE-Gründerpreis in Wasserburg (3)

Die Gewinner des MEGGLE-Gründerpreises 2016

"Die Bewerber haben es uns als Jury nicht leicht gemacht", gab Gerd Maas zu. "Wir hätten gerne mehr Unternehmen ausgezeichnet." Dennoch haben nun drei junge Unternehmen aus dem Landkreis Rosenheim das Rennen gemacht. 

"Der Drittplatzierte überzeugte die Jury mit pfiffigen Ideen gepaart mit Handwerkskunst und einer Portion Risikobereitschaft", erklärte Gerd Maas und bat Markus Fußstetter, den Gründer der Firma Fußstetter Planungs-Gesellschaft mbh aus Wasserburg auf die Bühne. Seine Gründeridee handgefertigte, mobile Köchmöbel zu bauen, wurde mit 10.000 Euro belohnt. 

Der zweite Preis mit einer Prämie von 15.000 Euro wurde an Dirk Huber verliehen. Seine hochflexiblen und zudem nachhaltig produzierten Akustiklösungen, die er in seiner Firma B11 in Edling herstellt haben die Jury überzeugt. "

"Der erste Platz hat in den Augen der Jury ein sehr vielversprechendes, wirtschaftliches Wachstum", so Maas. "Bestens gesattelt für die Zukunft" sei die Ledermanufaktur Lerner unter der Geschäftsführung von Klaus Lerner aus Amerang. Die mit dem ersten Platz und somit 25.000 Euro prämierte Gründungsidee von individuell mit Lasertechnik hergestellten Lederwaren verknüpfe laut der Jury Investition und Tradition. 

Die Gewinner der letzten Jahre:

2012

  • Stefan und Josef Willkommer, TechDivision GmbH, Kolbermoor
  • Willi Bruckbauer, Bora Lüftungstechnik GmbH, Raubling
  • Robert Neumeier, Manufaktur Pastafino, Trostberg

2013

  • Dr. Lars Matthews, Envento Windenergie GmbH, Bergen
  • Bernhard Koller und Armin Wagner, Bioteaque GmbH & Co. KG, Traunstein
  • Alois Grunder, meineumwelt GmbH, Vogtareuth 

2014

  • Grimmeisen Licht GmbH, Wasserburg
  • Moarhof Betreiber GmbH, Samerberg
  • O.E.L. Goldmühle, Garting

2015

  • Camba Bavaria GmbH, Truchtlaching
  • Prechtl Engineering GmbH, Traunstein
  • Impact Innovations GmbH, Haun

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