Bedenken auf der Altstadt-Bürgerversammlung 

Müffelalarm aus der Biotonne?

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Wasserburg - Im Januar 2018 kommt die Biotonne für Wasserburg. Auf der Bürgerversammlung wurden Bedenken laut, dass mit der Tonne ein unangenehmer Geruch in der Altstadt aufziehen könnte.

Das Thema wurde schon im Umweltausschuss behandelt, durfte aber natürlich auf der Bürgerversammlung der Altstadt, im Saal der Feuerwehrhauses, nicht fehlen. Im Januar 2016 mussten die Wasserburger schon Platz für die Papiertonne machen, nun folgt die Biotonne. Ab 1. Januar 2018 sind alle Haushalte in Wasserburg zur Anschaffung und Nutzung einer Biotonne verpflichtet

In der dicht bewohnten Altstadt kann das aus Platzmangel manchmal problematisch sein, in diesem Fall können sich die Betroffenen eine Ausnahmegenehmigung von der Stadt holen. Auch Selbstkompostierer können sich eine Ausnahmegenehmigung ausstellen lassen. Die Papier- und/oder Bioabfälle dürfen mit der Genehmigung dann im Wertstoffhof entsorgt werden. 

Unangenehmer Geruch aus der Biotonne?

Allerdings wurden Bedenken auf der Bürgerversammlung laut, dass die Biotonnen in der eng bebauten und dicht bewohnten Altstadt für unangenehme Gerüche sorgen könnten. Geleert werden die Biotonnen alle zwei Wochen, der Restmüll nur noch alle vier Wochen

Und im Gegensatz zum Papier, verfaulen die Essensreste in der Tonne. Gerade im Sommer könnten schnell faulige Gerüche entstehen, vor allem eben in der Altstadt mit ihren oft engen Gassen und hohen Häusern. Letztendlich wird sich zeigen müssen, wie sich die Geruchsbelastung entwickelt

Die Biotonne an sich ist eine gute Idee, sie schont die Umwelt und wahrscheinlich auch die Geldbeutel der Bürger. Die Grundgebühr für die Müllentsorgung wird zwar mit der Einführung der Tonne um 1,50 Euro steigen, aber für die Biotonne wird keine Gewichtsgebühr berechnet, was letztendlich Geld sparen dürfte.

Geruchsproblem in der Stadt wahrscheinlich unwahrscheinlich

Die Tonnen werden hoffentlich von so hoher Qualität sein, dass keine Gerüche nach außen dringen, so wie man es von den Restmülltonnen gewohnt ist. Und sollte es wirklich ein "Müffelproblem" in der Altstadt geben, so wird man sich sicher etwas im Rathaus einfallen lassen, etwa kürzere Abstände zwischen den Leerungen. 

Die Stadt Wasserburg wird kaum zulassen, dass die schöne mittelalterliche Altstadt wieder mit schlechten Gerüchen, eben wie im Mittelalter, "geschmückt" wird. Und sollte die Reinigung der Tonnen Probleme bereiten, kann sich die Stadt auch vorstellen, eine Spezialfirma mit der Reinigung zu beauftragen, so Wasserburgs Erster Bürgermeister Michael Kölbl.

Morgen lesen Sie mehr auf wasserburg24.de über die Themen der Bürgerversammlung in der Altstadt!

bcs

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser