Resolution wegen Deponie?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Odelsham im Blick! Weiter könnte die Deponie kommen.
  • schließen

Wasserburg - Was wird denn nun? Die Deponie in Odelsham ist noch nicht vom Tisch, doch genehmigt ist sich auch nicht. Nun wird eine Resolution beantragt. Was ist der aktuelle Stand?

Die geplante Deponie in Odelsham wird von vielen Bürgern kritisch gesehen. Neben der Bürgerinitiative, die sich mit einer Petition gegen die Deponie durchsetzen will, gibt es auch in den umliegenden und betroffenen Kommunen weiter Diskussion.

Die Stadtratsfraktion der Grünen hat jetzt beantragt, dass der Wasserburger Stadtrat die Regierung von Oberbayern auffordere, das Planfeststellungsverfahren zur geplanten DK I Deponie in Odelsham abzuschließen und das Projekt abzulehnen. Dies solle in Form einer Resolution erfolgen, teilt Alexander Hartung in Vertretung des Grünen Ortsverbandes auf Anfrage mit.

Die Resolution könne dazu dienen, die Öffentlichkeit, die Stadtverwaltung und die Regierung von Oberbayern als zuständige Behörde für das Thema wieder zu sensibilisieren, so Hartung weiter. „Viele Bürger denken, die geplante Deponie hätte sich inzwischen erledigt, da man schon länger nichts mehr von ihr gehört hat. Dem ist leider nicht so, das Planfeststellungsverfahren ist nicht abgeschlossen, sondern zwischenzeitlich nur zum Stillstand gekommen“.

Die bereits behandelte Petition im Umweltausschuss wurde zurückgestellt, weil Unterlagen fehlten, die den Ausschussmitgliedern als wichtig erschienen.

Der Antragsteller muss noch aktualisierte Planungsunterlagen an die Regierung von Oberbayern schicken, um mehr Klarheit zu den eventuell lagernden Materialien darzulegen. Der Grünen Ortsverband Wasserburg sieht hier eine gezielte Verzögerung: „Ich habe heute nochmal bei der Regierung von Oberbayern nachgefragt, es sind keine Unterlagen eingegangen. Ende 2012 wurden die Unterlagen von der Regierung schon nachgefordert. Eineinhalb Jahre wären unserer Ansicht nach mehr als genug Zeit gewesen, um die Planungen auf den aktuellen Stand zu bringen. Passiert ist aber nichts“, so Hartung gegenüber Wasserburg24.

Für dieses Zögern gibt es aus Sicht der Wasserburger Grünen eine einzige Erklärung, nämlich dass der Antragsteller eine Genehmigung des Projekts derzeit für aussichtslos halte, sich aber für die Zukunft noch alle Möglichkeiten offenhalten möchte. Dies vermutet zumindest die Stadtratsfraktion der Grünen in Wasserburg. „Wir fordern, dass die Regierung von Oberbayer das Planfeststellungsverfahren zügig beendet. Noch besser wäre natürlich ein Verzicht des Antragstellers auf dieses überflüssige Projekt“, poltert Alexander Hartung. Inhaltlich sehen die Grünen Wasserburg zwei weitere Kritikpunkte. Es gebe keinen Bedarf für weitere DKI-Deponien in Bayern und der geplante Standort sei aufgrund der Nähe zu Schulen, Kindergärten und Wohngebieten ungeeignet.

Fehlender Bedarf?

Alexander Hartung erklärt, dass der aktuelle Abfallwirtschaftsplan keinen Bedarf für zusätzliche Deponien in Bayern vorsehe und die Reichweite des genehmigten Deponievolumens in Oberbayern derzeit mehr als 100 Jahre betrage. Zusätzlich würden die auf Deponien abgelagerten Abfallmengen von Jahr zu Jahr weiter zurückgehen, dadurch werde die rechnerische Reichweite noch größer. Außerdem sei die Region 18 (Südostoberbayern) mit 2 DKI-Deponien (Winkl, Neuötting) bereits jetzt schon überdurchschnittlich gut versorgt, die geplante Deponie in Odelsham wäre die dritte in unserer Region. „Im Durchschnitt gibt es übrigens ungefähr eine DKI-Deponie pro bayerischer Planungsregion. Es gibt für die in Odelsham geplante Deponie also ganz offensichtlich keinerlei Bedarf, in Bayern nicht und regional schon zweimal nicht“, zeigt sich Alexander Hartung überzeugt.

Am 31. Juli ab 18 Uhr findet die Stadtratssitzung im Wasserburger Rathaus statt. Dann auf der Tagesordnung auch der Antrag der Grünen Ortsgruppe Wasserburg auf Resolution der Stadt zum Abschluss des Planfeststellungsverfahrens für die geplante DK I Deponie in Odelsham.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser