Patient des kbo-Inn-Salzach-Klinikums vor Gericht

Auf Freigang: Vergewaltiger vergriff sich an Mädchen!

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Wasserburg/München - Ein verurteilter Vergewaltiger und Patient des kbo-Inn-Salzach-Klinikums vergriff sich an einer 14-Jährigen - während er auf Freigang war!

Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung muss sich derzeit ein bereits verurteilter Vergewaltiger am Landgericht II in München wegen mehrerer sexueller Übergriffe verantworten. Jan R. wurde nach der Vergewaltigung einer 17-Jährigen auf einem Rosenheimer Volksfest im Jahre 2001 nach §63 zu einem Maßregelvollzug verurteilt. Seitdem war R. in der forensischen Psychiatrie am kbo-Innsalzach-Klinikum Wasserburg untergebracht. 

Was war geschehen?

Dem Mann wird zur Last gelegt, auf einem Freigang im Jahr 2012 ein 14-jähriges Mädchen in der Nähe der S-Bahn-Station Grafing massiv sexuell belästigt zu haben. Der ehemalige Kfz-Mechaniker soll der Schülerin auf ihrem Heimweg gefolgt sein. In einem Waldstück habe er dem Mädchen dann in den Po gekniffen und anschließend am Arm festgehalten.

Das Mädchen konnte sich wohl losreißen und weglaufen, der Täter holte sie aber ein und riss die Schülerin zu Boden. Daraufhin soll das Mädchen dem Täter in die Hand gebissen haben, welche er angeblich auf den Mund des Mädchens hielt, um sie am Schreien zu hindern. Glücklicherweise kam genau in diesem Moment ein Autofahrer am Tatort vorbei, woraufhin der Täter flüchtete.

Bevor er dem 14-jährigen Mädchen folgte, soll der Mann vor verschiedenen Frauen auf dem Parkplatz vor dem Grafiker Bahnhof auch noch onaniert haben. 

Der Prozess

Zum Prozessauftakt am Dienstag legte der Beschuldigte ein Geständnis ab, was den Opfern eine Aussage vor Gericht erspart. Der Rosenheimer Anwalt Peter Dürr, der R. in diesem Prozess verteidigt, erwartet spätestens am Dienstag ein Urteil. Der Prozess wird am kommenden Montag weitergeführt.

Streitpunkt vor Gericht ist nun vor allem die Schuldfähigkeit des Angeklagten. Mehrere vom Gericht geladene Gutachter sind sich über die Schuldfähigkeit des Mannes uneins. Für die Verurteilung selbst spielt dies zwar keine große Rolle, allerdings stellt sich eben die Frage, was nach dem Urteil passiert. 

Wird der Mann weiter als schuldunfähig beurteilt, so muss er auch nach der Gefängnisstrafe in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden. Die Staatsanwaltschaft fordert sogar eine Sicherungsverwahrung für Jan R.. In diesem Fall würde der Angeklagte wohl den Rest seines Lebens in einer geschlossenen Einrichtung verbringen.

Gutachter in der Kritik

Warum oder weshalb dem verurteilten Vergewaltiger Freigang gewährt wurde und ob es rechtliche Konsequenzen für die Gutachter geben kann, bleibt indes weiter offen. Das RTL-Magazin "Punkt 12" kritisierte diese Entscheidung. Dies dürfte aber eher unwahrscheinlich sein, da die Gutachter wohl nicht fahrlässig gehandelt haben, sondern nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben dürften.

Der Mann saß schließlich zum Tatzeitpunkt schon 10 Jahre in der Psychiatrie ein. Da das Ziel natürlich eine Rehabilitierung gewesen ist, wurden natürlich die Auflagen Schritt für Schritt gelockert. Auf Nachfrage von wasserburg24.de wollte sich das kbo-Innsalzach-Klinikum mit Verweis auf den laufenden Prozess noch nicht äußern

wasserburg24.de bleibt an diesem Fall dran und wird weiter berichten!

bcs

Rubriklistenbild: © dpa

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