Biber entzweit die Gemüter

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Wasserburg - Des einen Freud, des anderen Leid: Seit etwa fünf Jahren ist der Biber wieder in der Ahamer Filze beheimatet. Aber auch in diesem Naturidyll hat der Nager Feinde:

Der Biber ist seit etwa fünf Jahren wieder in der Ahamer Filze beheimatet. Aber diese Tasache gibt nicht jedem Grund zur Freude. Wie das Oberbayerische Volksblatt in seiner Donnerstagsausgabe berichtet, entbrennt momentan eine Diskussion zwischen Waldbauern und Naturschützern. Während die eine Seite erläutert, dass sich die Wiederansiedelung positiv auf Flora und Fauna der Filze auswirke, stellte die andere Seite einen Antrag zu sogenanntem Abfang. Diesem wurde stattgegeben und steht nun in Form einer Lebendfalle direkt neben dem Biberdamm. Die Waldbesitzer ihrerseits fühlen sich durch die Nager nämlich bedroht und beklagen eine "Vernässung der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen". Das Aufstellen solcher Biber-Fallen ist genau dann erlaubt, wenn "erheblicher Schaden" durch das geschützte Tier drohe.

Dass der Biber in einem torfigen, für die Landwirtschaft praktisch nicht nutzbaren Gebiet wirklich so viel Schaden anrichten kann, bezweifeln die Tierschützer. Und wenn, sei es ein Fall für den Erstattungsfonds, aus dem Mittel für die Reparaturen der vom Biber angerichteten Schäden gestellt werden können.

Fakt ist, dass der Damm, den sich die Nager dort aufbauten, seit 2013 bereits zweimal zerstört wurde - was gesetzlich verboten ist. 34 Biber wurden 2011 gefangen, 14 im Jahr 2012. Die Tiere werden dann getötet, weil man sie mittlerweile nicht mehr an anderer Stelle aussetzen könne. 20 Tiere wurden zudem tot aufgefunden.

Quelle: rosenheim24.de

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