Kein Ja ohne Anwohner

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Nahe der alten B 15 im Wald bei Koblberg auf Grund des Bezirks von Oberbayern ist der Standort für den jetzt beantragten Tetra-Funkmast.

Wasserburg - Diskutiert über den neuen Standort für den 40 Meter hohen Funkmast für den digitalen Funk für Sicherheitskräfte und Rettungsdienste bei Koblberg hat der Bauausschuss.

Knapp an der Grenze zu Soyen auf Wasserburger Seite soll der Funkmast auf Grund des Bezirks von Oberbayern bei Koblberg stehen.

Zusätzlich auf die Tagesordnung genommen hatte Bürgermeister Michael Kölbl diesen Punkt. Im Prinzip sei man relativ glücklich, dass man jetzt diesen Standort in einem Waldgebiet gefunden habe, wo das nächste Haus immerhin 350 Meter weit weg sei, so Kölbl. In Rottmoos wäre diese weite Entferung nicht möglich.

Ob die Nachbarn davon informiert seien, wollten Friederike Kayser-Büker und Christian Stadler wissen, es sei wieder einmal so, dass die Öffentlichkeitsbeteiligung gefehlt habe. "Ich bin Vertreterin der Bürger, ich möchte, dass diese informiert werden", so Kayser-Büker. Die Zustimmung der Stadt müsse abhängig gemacht werden von der Zustimmung der Nachbarn.

Dr. Hermann Budenhofer erinnerte an die Messungen, die gemacht worden seien, als es um einen möglichen Standort auf dem Schwesternheim in Gabersee gegangen sei, mit dem Ergebnis, dass man doch eine relativ hohe Bestrahlung gesehen habe. Die Intensitität der Bestrahlung sollte man doch wissen. Dazu merkte Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann an, dass im Antrag die technischen Daten alle aufgeführt seien.

Die Zustimmung zum Antrag aus München abhängig machen wollte man zunächst, wenn die Anwohner in Kobl, Koblberg und Rottmoos beteiligt sind. Mit dem Zusatz, dass auch weitere Orte beteiligt werden können, lehnte der Bauausschuss den Antrag einstimmig ab.

In der Sitzung hatte Bürgermeister Kölbl darauf hingewiesen, dass der Antrag am 17. Januar eingegangen sei. In der Nachbargemeinde Soyen hatte Bürgermeister Karl Fischerberger Mitte November letzten Jahres zu einer Informationsveranstaltung unter anderem mit Vertretern der Firma Telent, zu den geplanten Tetra-Funkmasten in Freiberg und Koblberg eingeladen. Es seien, so Fischberger auf Nachfrage, Anwohner aus Koblberg gekommen, allerdings niemand von der Wasserburger und Reitmehringer Feuerwehr, der Wasserwacht oder dem BRK, die ebenfalls eingeladen worden seien, "da es die Rettungsdienste ja betrifft". Der Standort Koblberg falle nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde Soyen, aber diskutiert worden sei über diesen Standort, "herangetreten ist in dieser Sache bei mir aber niemand", sagt Karl Fischberger.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser