Pflaster und Klinker statt Asphalt

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Wasserburg - Granit- und Klinkerpflaster statt Asphalt - so könnte er aussehen, der Parkplatz des Vermessungsamtes auf der Burg.

Da sind sich Stadt und Landesamt für Denkmalpflege einig. Dem Landesamt für Denkmalpflege passen die Parkplätze des Vermessungsamtes in der ursprünglich vorgesehenen Form auch nicht. Das geht aus einem Schreiben hervor, das jetzt im Bauausschuss bekannt gegeben wurde.

Im vergangenen Herbst begannen ohne Vorankündigung und ohne Bauantrag die Arbeiten an dem Parkplatz vor der Burg, die marode Asphaltdecke wurde entfernt, sollte ersetzt werden. Was unter anderem zu offiziellem Protest der Stadtverwaltung führte - zumal auch das Landesamt für Denkmalpflege nicht eingeschaltet war (wir berichteten). Nach dem Protest wurden zwar noch Poller gesetzt, asphaltiert wurde aber nicht.

Christoph Scholter, der zuständige Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege, verwies jetzt in seiner Stellungnahme auf zwei Punkte, die es aus denkmalfachlicher Sicht zu berücksichtigen gebe: Zum einen müsse der Platz auf der Burg optisch als solcher erhalten bleiben, zum anderen "muss die Gestaltung der Oberflächen dem hohen Anspruch des für die Stadtgeschichte zentralen Ortes gerecht werden." Der befürchtete Asphaltsee ist damit endgültig vom Tisch.

Geplant ist nun, Granit-Kleinsteinpflaster auf den Parkflächen zu verlegen. Die "Leitplanken" entlang der Burgkapelle und des Getreidekastens sollen wegfallen, stattdessen ein Fußweg im für Wasserburg typischen roten Klinker gestaltet werden. Was die Stadt ausdrücklich begrüßt, so Bürgermeister Michael Kölbl. Allerdings, so Kölbl in einem Schreiben an das Staatliche Bauamt Rosenheim, sollte sich dieses mit dem Grundstücksnachbarn, der Kreishandwerkerschaft, in Verbindung setzen, damit auch deren Bereich gleich mitgepflastert wird. Denn so werde eine sichere fußläufige Anbindung bis zu den Gebäuden Burg 11 und 13 geschaffen, wo sich soziale Einrichtungen wie der Kinderschutzbund und der zweite Fluchtweg des Altenheimes befinden.

Einig sind sich Stadt und Denkmalschutz auch darin, dass Schranken und Poller nicht wünschenswert sind. Könne auch bei "kritischer Überprüfung", so Scholter, auf eine Abgrenzung nicht verzichtet werden, dann sollte diese so zurückhaltend gestaltet werden wie möglich, "eine Kennzeichnung der Poller in Signalfarben unterbleiben." Die Stadt dringt zudem darauf, dass die Zahl der Poller auf das Minimum reduziert wird. "Auch bei Entfernung jedes zweiten Pollers dürfte die Parkplatzkennzeichnung immer noch ihren Zweck erfüllen", heißt es im Schreiben an das Staatliche Bauamt.

Der Stadtverwaltung erscheint zudem der eine Besucherparkplatz, der derzeit geplant ist, als zu wenig. Das möge doch noch einmal überprüft werden. Außerdem sei eine Lösung wünschenswert, bei der zumindest an den Wochenenden der Parkplatz des Vermessungsamtes auch den Besuchern des Altenheimes und den Anwohnern zur Verfügung stehe. Mehr könne die Stadt nicht tun, waren sich Stadtbaumeister und Bürgermeister einig. Man werde bei der Ausführung der Arbeiten weiter Kontakt halten.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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