Dreifacher Grund zum Feiern

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Ministerialdirigent Anton Haußmann überreichte die Zeugnisse. Stephanie Listl war mit 1,39 die beste Absolventin des mittleren nicht technischen Dienstes.

Wasserburg - Einen dreifachen Grund zum Feiern hatte die Verwaltungsschule der Sozialverwaltung bei der Abschlussfeier im Rathaussaal:

Die 19 Absolventen des mittleren nicht technischen Dienstes in der Sozialverwaltung erhielten ihre Zeugnisse, ebenso wie die neun Absolventen des gehobenen technischen Gewerbeaufsichtsdienstes und die 19 Teilnehmer eines Qualifizierungsprogrammes.

Dabei zeigten sich besonders die Verwaltungswirte des mittleren, nicht technischen Dienstes in der Sozialverwaltung als überdurchschnittlich guter Prüfungsjahrgang. Stephanie Listl von der ZBFS Regierung Niederbayern war hier mit 1,39 die Beste vor Tanja Müller vom Sozialgericht Würzburg mit 1,84. Beim Gehobenen technischen Gewerbeaufsichtsdienst erzielte Florian Felkel vom Technischen Gewerbeaufsichtsdienst Regierung Oberfranken mit 2,22 das beste Prüfungsergebnis. Zudem sei es ein sehr angenehmer Prüfungsjahrgang gewesen, der den Herausforderungen einer modernen Verwaltung gewachsen sei, betonte die Leiterin der Verwaltungsschule, Brigitte Kilburger.

Sowohl beruflich als auch privat sei es lebensnotwendig sich an Umstände anzupassen. Dabei dürfe man jedoch nicht blind werden und nur an eingefahrenen Verhaltensmustern festhalten. Vielmehr müsse man sich die Fähigkeit erhalten, erforderliche Veränderungen zu erkennen, eingeübte Lösungen zu überprüfen und neue Wege zu überdenken, gab Kilburger ihren Absolventen mit auf den Weg.

Schulleiterin Brigitte Kilburger freute sich über den individuellen Bußgeldbescheid.

Ministerialdirigent Anton Haußmann freute sich bei seiner Festrede in lauter glückliche Gesichter schauen zu können. Dazu gäbe es auch allen Grund betonte der Ministerialdirigent, denn die Absolventen hätten die Anforderungen souverän und diszipliniert gemeistert und dürften nun erst einmal "durchschnaufen", ehe sie ihre anspruchsvollen Tätigkeiten aufnähmen. "Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens", zitierte er Friedrich Nitzsche. Dabei müsse man aufpassen, dass der Beruf nicht zum Job verkomme. Das erfordere Offenheit und Lust am Lernen und eine zielgerichtete Weiterentwicklung. Den Teilnehmern des Qualifizierungsprogrammes für Beschäftigte zollte Anton Haußmann besonderen Respekt dafür, dass sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit nochmals die Schulbank gedrückt hätten. Kurz ging Haußmann auch auf die öffentlich geführten Debatten über Einsparungen im öffentlichen Dienst ein und hielt es bei der derzeitigen Haushaltssituation für wahrscheinlich, dass es zu einer Absenkung der Eingangsgehälter kommen könne. Im Bezug auf den Schulstandort Wasserburg betonte Haußmann, dass sich seine anfängliche Skepsis ("verkehrstechnisch nicht optimal") in Begeisterung umgewandelt habe.

Mit launigen Grußworten betonte Wasserburgs Dritter Bürgermeister Otto Zwiefelhofer den Stellenwert des Bildungszentrums für die Schulstadt Wasserburg, die bei rund 12.500 Einwohnern rund 6000 Schüler aufweisen könne.

Sehr humorvoll gestalteten sich die Reden der Anwärtervertreter Sven Rudolph (mittlerer Dienst) und Florian Felkel (gehobener Dienst). Rudolph verglich die Ausbildung mit der Fußball-WM, freute sich über einen guten Teamgeist und optimale Trainingsbedingungen. Felkel griff das Thema Fußball bereitwillig auf und zitierte Gary Lineker, wonach 22 Männer 90 Minuten lang einem Ball hinterherjagten und am Ende immer die Deutschen gewännen.

Hier hätten sich neun Anwärter eineinhalb Jahre durch den Paragrafendschungel gekämpft und am Ende gewinne der Freistaat. Nach dem Motto "ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung" sprach er sich für ein "Nach-der-Ausbildung-Abrechnungsgesetz" ein und überreichte den ersten Bußgeldbescheid an Brigitte Kilburger.

Im Anschluss an das Festprogramm, das von der Lehrerband "Innplugged" mit fetzigem Akustikrock umrahmt wurde, überreichte Anton Haußmann den Absolventen des Ausbildungsgangs mittlerer nicht technischer Dienst in der Sozialverwaltung ("Verwaltungswirt") ihre Zeugnisse. Sie haben eine zweijährige, davon neun Monate fachtheoretische Ausbildung an der Verwaltungsschule der Sozialverwaltung abgeschlossen. Die die übrigen 15 Monate praktische Ausbildung erfolgten bei der jeweiligen Einstellungsbehörde (Arbeitsgericht, Sozialgericht oder Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS).

Die Absolventen des Ausbildungsgangs gehobener technischer Gewerbeaufsichtsdienst erhielten ihre Zeugnisse von Ministerialdirigentin Sabine Nießen. Die frischgebackenen Technischen Oberinspektoren haben eine 18-monatige Ausbildung hinter sich. Davon fanden etwa sechs Monate fachtheoretische Ausbildung an der Verwaltungsschule der Sozialverwaltung statt, die übrigen zwölf Monate praktische Ausbildung erfolgte bei den Gewerbeaufsichtsämtern.

Die Absolventen des Qualifizierungsprogramms für Beschäftigte hatten ihre Qualifizierungsmaßnahme in vier Wochenkursen an der Verwaltungsschule der Sozialverwaltung im Zeitraum November 2009 bis Juli 2010 erfolgreich abgeschlossen. Beschäftigungsbehörden sind unter anderem das Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (StMAS) oder das Zentrum Bayern Familie und Soziales.

Inhalte des Qualifizierungsprogramms sind unter anderem Rechtskunde, Behördenorganisation, soziale Sicherung; Staats- und Verfassungsrecht; Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen. ca

Quelle: rosenheim24.de

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