Gschmackiger Nebenjob: Milchkönigin erobert Milchtag

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Susanne Polz aus Haid bei Söchtenau ist neue Milchkönigin. Rechts von ihr sitzt die neue Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml
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Wasserburg - Viel Sonnenschein, fesche Dirndl und ein großes Motto: Das Image der bayrischen Milchwirtschaft. Im Rathaussaal wurde die neue Milchkönigin und Milchprinzessin gekrönt. Die Frauengasse verwandelte sich in die Milchstraße.

Erst feiern, dann schlendern. Der Wasserburger Rathaussaal war die perfekte Kulisse für die Wahl zur bayrischen Milchkönigin und Milchprinzessin. Die beiden Hoheiten sind für die kommenden zwei Jahre als Repräsentantinnen unterwegs, vertreten die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft und kommen viel herum. Doch die Geschichte der neuen Hoheiten startete mit der schweren Entscheidung der Jury. "Es war wirklich keine leichte Aufgabe, weil alle zehn Finalistinnen tolle Ausstrahlung haben und sehr engagiert sind", heißt es von den Jurymitgliedern gleichermaßen.

Die Wahl der Milchhoheiten durch die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft findet bereits seit 1985 statt. Mit großer Spannung wurden die Namen der Gewinnerinnen erwartet. Die insgesamt zehn Finalistinnen, die allesamt die Jury begeisterten, lächelten von der Bühne des Wasserburger Rathaussaals. Nur zwei ergatterten Krone und Diadem, lösten die ehemaligen Milchhoheiten Katharina Schlattl und Carola Reiner ab.

Wahl zur Milchkönigin und Milchprinzessin

Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft lud wegen des Jubiläums „30 Jahre bayrische Milchkönigin“ auch die früheren Hoheiten ein. Nette Geste: Die zehn Finalistinnen wurden von den früheren Milchhoheiten durchs Spalier geleitet. Der rote Teppich vor dem Rathaus schmiegte sich den frischen Farben der schönen Dirndlgwänder an. Die Aufregung war den zehn Finalistinnen anzumerken. Durch die gekonnte Moderation von Uli Wenger und Günther Felßner wurde die feierliche Stunde zu einem ansprechenden Event.

Die Feierlichkeiten wurden von vielen umliegenden Bürgermeistern sowie weiteren Ehrengästen mit Spannung mitverfolgt.

Milchkönigin kommt aus Söchtenau

Große Freude bei den Siegerinnen. Die amtierende Milchkönigin ist eine aus der Region. Susanne Polz aus Haid bei Söchtenau ist 24 Jahre jung und momentan als Lebensmittel-Technologin im Wendelstein Käsewerk aktiv. Sie spielt Klavier und macht gerne Sport. „Ich hätte nie gedacht, dass ich gewinne und freue mich sehr über die Krone“ strahlte Susanne überglücklich. Ebenso zeigte sich die neue Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml erleichtert. Die 19-jährige Eva-Maria kommt aus einem milchwirtschaftlichen Betrieb und ist milchwirtschaftliche Laborantin bei einer Molkerei in Schwarzenfeld. Günther Felßner, Vorsitzender der LVBM, zeigt sich begeistert über die Auswahl der Jury: „Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft freut sich auf zwei spannende Jahre mit Susanne Polz und Eva-Maria Bäuml“, so Felßner nach der Kür.

Den ersten öffentlichen Auftritt der beiden Milchhoheiten gab es am Mittwochnachmittag auf dem Wasserburger Milchtag. Gleich ums Eck zeigten sich also Eva-Maria und Susanne den Besuchern. Die anderen jungen Bewerberinnen, die die Krone nicht ergattern konnten, waren zwar enttäuscht, zeigten sich aber von dem Ablauf der Wahl begeistert. „Diese Eindrücke kann uns keiner nehmen, es war toll“.

Milchtag wurde zum Fest der Sinne

Der Wasserburger Milchtag wurde in den vergangenen Jahren im September veranstaltet. Im Zuge der Wahl zu den Milchhoheiten passte es jetzt im April jedoch besonders gut, zeigt sich Wasserburg mit seinen milchverarbeitenden Betrieben doch stets gerne dem Publikum.

Milchtag sorgt für viele Schmankerl

Der Wettergott leistete gute Arbeit, die Unternehmen aus der Region, darunter MEGGLE, Alpenhain, Jäger aus Haag, Privatmolkerei Bauer, Wasserburger Biokäse Manufaktur, Sternenfair aus Pfaffing und die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, präsentierten sich von ihrer leckersten Seite. Bereits am Vormittag gab es viel Zulauf durch die Schulen und Kindergärten aus dem Stadtgebiet. „Wir beschäftigen uns momentan ohnehin mit dem Thema Milch, es passt also genau in unseren Alltag“ lächelte eine Erzieherin. Probieren, Entdecken und sich informieren stand beim Milchtag hoch im Kurs. „Wir beliefern eine Molkerei aus der Region mit Milch, darum wollten wir hier einfach mal Hallo sagen“, erklärte eine Familie, die gekommen war. Die Spiele und Kostproben kamen gut an, die Frauengasse wurde kurzerhand zur Milchstrasse umfunktioniert. Am Nachmittag schauten gleich mehrere Ehrengäste vorbei.

Die Basketballdamen des TSV Wasserburg zeigten sich begeistert von dem Angebot und sagten bei den Sponsoren Hallo, auch beim Wettmelken brachten die Sportlerinnen viel Geschick mit. Es machte sichtlich Spaß, von Stand zu Stand zu schlendern. Den Bürgern, den Sportlerinnen und auch den beiden Milchhoheiten. „Wir freuen uns riesig, dass wir gewonnen haben und hoffen, dass wir unseren ersten Auftritt hier in Wasserburg beim Milchtag nicht gleich vermasseln“ lächelte Milchkönigin Susanne. Beim Wettmelken gewann keine der beiden. „Wir sind ein Team und wollen die Milch aus unserem schönen Bayern gemeinsam sympathisch repräsentieren, da gibt es keinen Konkurrenzkampf“, betonte Milchprinzessin Eva-Maria.

Der erste gemeinsame Auftritt ist den beiden jungen Frauen absolut gelungen. Insgesamt 100 Termine kommen auf jede der beiden Milchhoheiten zu, zigtausend Kilometer werden sie unterwegs sein.

Quelle: rosenheim24.de

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