Wettbewerb als Gaudi im Festzelt

Dirndl mit Muskelschmalz und Burschen mit Treffsicherheit

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Hoch hinaus wollten die Teilnehmer beim Burschen- und Dirndltag auf dem Wasserburger Frühlingsfest.

Wasserburg - Neu im Programm und dann gleich so eine Gaudi: Der Burschen- und Dirndltag kam prima an. Das Festzelt am Mittwoch ganz in Beschlag genommen von Dirndlschaften und Burschenvereinen. Das Ziel: Der Wanderpokal.

Wenn Glück und Geschick in ein Paket geschnürt werden, wenn Muskelschmalz und Taktik gleichermaßen vorhanden sind und wenn Freude und Jubel gleich drei Mal aufkommt, dann müssen das die Mädels derKleeblätter vom TSV Eiselfing sein. Die Damenfußball-Spielgemeinschaft Eiselfing/Babensham trat ebenso wie vier weitere Dirndlteams sowie acht Burschenmannschaften beim Dirndl- und Burschenwettbewerb im Festzelt des Wasserburger Frühlingsfests an.

Die dreifachen Siegerinnen der Spielgemeinschaft Eiselfing/Babensham waren insgesamt 37 flotte Girls, die sich den Aufgaben stellten. Wegen der hohen Anzahl der Teammitglieder gewannen sie gleich zu Beginn das 30-Liter-Fassl der Brauerei Gut Forsting, das Festwirt Georg Lettl der teinehmerstärksten Gruppe spendierte.

Dirndl- und Burschenwettstreit im Festzelt

Angezapft wurde durch eine Spielerin, gespritzt hat (fast) gar nichts, bevor das Freibier floss. „So mancher Oberbürgermeister hatte beim Anzapfen mehr Schwierigkeiten“, bemerkte Witgar Neumaier, der gemeinsam mit Brigitte Voglsammer den Wettbewerbsabend moderierte. Pfiffige Sprüche und scharfe Kampfrichteraugen: Genau wurde drauf geschaut, dass die Aufgaben korrekt und spaßig zugleich ablaufen.

Wettbewerbe für harte Kerle und starke Madl

Der neu eingeführte Dirndl- und Burschenwettstreit im Festzelt auf dem Wasserburger Frühlingsfest lockte viele Burschenvereine und Dirndlschaften ins Zelt. Mit dabei die Burschenvereine aus Babensham, Steinkirchen, Pfaffing-Rettenbach, Oberndorf, HirnHoizer Hütten, „Die Heiligen Trinker“, Maibaumverein Albaching-Utzenbich und die „Beerhunter“. Bei den Dirndlteams kamen Teilnehmer der Dirndlschaft Albertaich, Högling, Pfaffing-Rettenbach, Oberndorfer Dirndl und der Spielgemeinschaft Eiselfing/Babensham.

Maßkrug, Luftballon und der leidige Nagel

Für jede Teilnehmer-Kategorie – Männlein und Weiblein kämpften nicht untereinander, sondern klassisch getrennt, warteten der Wanderpokal sowie satte Geldpreise für die Vereinskassen. Die Aufgaben waren alles andere als einfach, dafür umso witziger für die Zuschauer. Um einen Biertisch herumhanteln, einen Wettlauf gewinnen, Kopf an Kopf mit dem Teamkollegen, dazwischen ein Luftballon, der freilich nicht herunterfallen durfte oder das Maßkrugstemmen, das so manchen Burschen wahrlich „in die Knie“ zwang – die Pflichten der Teams waren teils kräfteraubend und sorgten für viele Schmunzler. Die Uhr zum Feind hatten die Mannschaften beim legendären Nageln mit einem holen Rohrhammer. Keine leichte Aufgabe mit dem nur wenig praktischen Utensil, doch die Burschen brauchten nur wenige Sekunden, bis der Nagel im Holzpflog verankert war.

Auch die Dirndl übrigens waren auf keinerlei „Mädel-Bonus“ angewiesen, sondern zeigten sich selbstbewusst und praktisch ganz besonders talentiert.

Moderator Witgar Neumaier staunte nicht schlecht, weil ein Dirndl der Spielergemeinschaft Eiselfing/Babensham beim Maßkrugstemmen derart Ausdauer an den Tag legte, dass sich so mancher Bursch hätte eine Scheibe Muskelschmalz abschneiden hätte wollen. Anfeuern, applaudieren und vor allem mit viel Power die Aufgaben bewältigen – der Dirndl- und Burschentag war ein spaßiger Programmpunkt auf der 2016 äußerst attraktiven „Wasserburger Wiesn“. Wettkampfrichter waren Sepp Christandl, Georg Lettl und Festausschuss-Mitglied Christian Huber. Sie schauten ganz genau, ob getrickst wurde bei den Wettkämpfen und hätten jederzeit die Gelbe oder Rote Karte zücken können. Wirklich gebraucht haben sie diese nicht: „Alles verlief absolut fair, wir hatten alle unseren Spaß“, schwärmte Christandl nach den Wettbewerben.

Ebenso begeistert zeigte sich Brauereichef und Festwirt Georg Lettl, der unter allen teilnehmenden Teams abschließend eine Brauereiführung in Forsting samt Verköstigung für 30 Leute verlosen ließ. Die Glückskinder waren auch hier die Dirndl der Spielgemeinschaft Eiselfing/Babensham, die zu Beginn bereits das Bierfass gewonnen hatten.

Sieger waren alle

Es hat Spaß gemacht, es war ein zünftiger Abend und vor allem: Die Burschenvereine und Dirndlschaften aus dem Altlandkreis Wasserburg konnten zeigen, wie viel gute Laune sie im Gepäck hatten. Als erster Sieger bei den gstandenen Männern ging der Maibaumverein Albaching-Utzenbichl von der Bühne.

Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro wird in die Vereinskasse gelegt. „Wir gfrein uns sehr“, jubelten die Burschen, die seit Jahren regelmäßig Maibäume im eigenen Ort oder in fremden Dörfern in die Höhe stemmen.

Der zweite Platz ging an die Burschen aus Oberndorf, dritter Sieger wurde der Burschenverein Pfaffing-Rettenbach.

Bei den Dirndlteams die Nase vorn hatten die Spielerinnen der Gemeinschaft aus Eiselfing/Babensham.

Sonst kicken sie den Fußball ins Tor, im Festzelt waren es Nägel, Luftballons und Maßkrüge, mit denen es die Damen ohne Probleme aufnehmen konnten. Als Hahn im Korb war Trainer Markus mit an Board. „Wir sind ein tolles Team, auf dem Spielfeld und wie man gesehen hat auch im Bierzelt“, witzelten Trainer und Spielerinnen.

Platz drei ging an die Dirndl aus Oberndorf, zweiter Sieger wurden die Dirndl aus Albertaich. Die Organisatoren des Dirndl-und Burschenwettbewerbs waren sich einig: Eine Fortsetzung wird es auch nächstes Jahr geben: „Das sind schließlich Wanderpokale“, lacht Georg Lettl.

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