Toben auch bei nassem Wetter

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Die Kinder der Grundschule tanzen vor Freude auf dem neu gestalteten Pausenhof. Das Atrium im Hintergrund ist Sitzgelegenheit und Ort der Zusammenkunft.

Wasserburg (ovb) - Eine matschige Wiese mit großen Pfützen - so sah der Pausenhof der Wasserburger Grundschule am Gries bei Regenwetter lange Jahre aus. Damit ist jetzt Schluss.

Die Stadt und der Förderverein der Schule haben das Gelände umgebaut und den Kindern als Ausgleich zum Stillsitzen ein Areal zum Austoben geschaffen. Am Mittwoch wurde der neue Pausenhof eingeweiht.

Rektorin Christa Fiedler bedankte sich bei der Stadt, dem Förderverein und dem Elternbeirat für ihren materiellen und persönlichen Einsatz bei diesem Projekt. Zwischen 4000 und einer Million Euro - so hoch schätzten die Kinder zu Beginn der Einweihungsfeier die Kosten der Umgestaltung ihres Pausenhofes. Tätsächlich schlug die Umgestaltung für die Stadt mit 50.000 Euro zu Buche. Die Planungskosten in Höhe von 10.000 Euro übernahm der Förderverein der Schule.

"Ich war vor 40 Jahren auch schon an dieser Schule", erzählte Bürgermeister Michael Kölbl. "Damals war der Pausenhof ein grüner Rasen. Viele tausend Schüler sind seitdem darüber gelaufen, bis der Boden schließlich so verdichtet war, dass sich bei Regen viele Pfützen bildeten."

Das gehört jetzt der Vergangenheit an: Der Pausenhof ist ein abwechslungsreiches Spielareal mit Amphitheater, Holzbänken zum Ausruhen, Kletterwand, Reckstange, einem Balancierparcours und einem Bolzplatz. Besonders begehrt ist die neue Drehscheibe. So viele Kinder wollen zugleich darauf, dass die Nutzung nach Wochentagen und Klassen festgesetzt werden musste. Besonders gerührt war Kölbl, als ihm die Schulkinder hundertfach "Danke!" entgegenriefen.

Pfarrer Dr. Paul Schninagl und Pfarrer Andreas Reisberger segneten den neuen Pausenhof. Auch Imam Demir von der muslimischen Gemeinde sprach ein Grußwort.

Landschaftsarchitekt Harald Niederlöhner erläuterte den Gästen, worauf es bei der Planung des Areals ankam. "Der Garten war matschig, die Kinder dreckig. Deswegen hatte eine gründliche Entwässerung oberste Priorität." Auf dem gesamten Gelände wurden Drainagen gelegt, der Boden mit Sand gemischt, damit das Wasser ablaufen kann.

Die Spielgeräte wurden so gewählt, dass die Kinder ihren Gleichgewichtssinn trainieren und gezielt Oberkörper und Arme einsetzen - Bewegungsabläufe, die beim bloßen Herumrennen zu kurz kommen. "Daneben war bei der Gestaltung auch die soziale Komponente wichtig", so der Architekt: Das Atrium biete Platz für gemeinsame Aktionen und Vorführungen.

Mit einem eigens geschriebenen Song über den neuen Pausenhof verabschiedeten die Kinder ihre Gäste und spurteten danach sofort los - um sich die besten Plätze auf der Drehscheibe zu sichern.

Quelle: rosenheim24.de

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