Zwei Milch-Models aus Babensham

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Maria und Kessi: Sympathieträger für die Milchbauern aus Babensham.

Babensham - Zwei "Stars" aus Babensham machten den Auftakt bei einer 2,5 Millionen Euro-Image-Kampagne des bayerischen Landwirtschaftsministeriums für die Milchwirtschaft. 

Maria Wimmer (26) aus Hopfgarten und ihre Kuh Kessi zieren die erste Anzeige "Unsere Milch macht Bayern stark".

Hallo Maria, hat es schon einen Heiratsantrag gegeben?

Bis jetzt nicht, schau ma mal. Aber angerufen haben schon ganz viele und mir gratuliert.

Das Foto ist ja auch wirklich toll geworden.

Ja, find ich auch. Aber das war auch ein Riesenaufwand. Die Leute von der Agentur Trio aus München waren einen ganzen Tag auf unserem Hof mit Hairstylistin, Visagistin, jemandem für die Kleidung, Beleuchter und dem ganzen Drumherum.

Wie sind die denn gerade auf Sie gekommen?

Das war wahrscheinlich schon vor allem, weil ich ja 2005/2006 bayerische Milchkönigin war. Der Verband hat sich halt noch an mich erinnert.

Dann hatten Sie ja schon Erfahrung mit Foto-Shootings.

Ein bisschen, ja, aber so professionell habe ich das auch noch nicht erlebt. Die haben ja alles mitgebracht, sogar die Kleidung. Bloß die Gummistiefel, die waren von uns.

Und Kessi, wie hat die so mitgemacht?

Die war ganz brav. Zuerst hat sie ein Kuhstylist hergerichtet. Dann haben wir natürlich schon mit ein bisschen Kraftfutter nachgeholfen, dass sie auf dem Foto so interessiert in den Apfelkorb geschaut hat. Nur mit äpfeln wär das nicht gegangen, das hat ja mehrere Stunden gedauert.

Hat die Kuh sich auch gegen Model-Konkurrenz durchsetzen müssen?

Die Leute von der Agentur hatten zuerst andere Kühe ausgesucht, aber wir wollten dann auf alle Fälle eine, die man auch Fachleuten zeigen kann. Und die Kessi hat schon einige Tierschauen mitgemacht und ist das Vorführen ein bisschen gewohnt.

Und: Wechseln Sie jetzt ins Model-Lager?

Nein, ich bleibe lieber Bäuerin. Das hat schon viel Spaß gemacht, so professionell. Und es ist auch toll, wenn man mal so richtig hergerichtet wird. Aber den ganzen Tag nur lächeln? Das ganze Schickmicki ist nichts für mich.

Aber für den Jungbauern-Kalender könnten Sie und Kessi doch vor die Kamera gehen.

Den finde ich grundsätzlich schon gut, weil da mal gegengesteuert wird gegen das Gummistiefel-Image der Landfrauen. Aber der Kalender 2010 ist ja schon fertig.

Wie oft werden wir Sie jetzt sehen auf Anzeigen?

Das soll eine Zeitlang laufen, abwechselnd mit einem Bild von einem Bauern. Für mich ist das eine große Ehre, dass ich mich auf diese Weise einbringen kann für die Sache der Milchbauern.

Interview: koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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