Zwischen Schlammwüste und Sahara

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Allrad war diesmal auch beim Globetrotter Treffen in Zellerreit gefragt - und nicht nur in fernen Ländern.

Zellerreit - Das Därr-Globetrotter-Treffen feierte sein 30-jähriges Bestehen in Mühltal. Was zwei Jahre vorher bei einer Unterhaltung von Fernreisebegeisterten begann, zählt heute deutschlandweit zum meist besuchten Globetrotterereignis.

Auch heuer kamen weit über 500 Fahrzeuge in unterschiedlichsten Größen und abenteuerlichsten Ausführungen, als Geländewagen oder Wohnmobile. Aber auch mit Enduros oder Zeltaufbauten auf Bussen und Personenwagen kamen die Abenteuerer angereist.

Dass sich erprobte Expeditionsreisende durch Regenwetter keinesfalls abschrecken lassen, bestätigte auch die am Donnerstag durch ankommende Nachzügler entstandene "Schlammwüste". Niemand wurde hier aber alleine gelassen, notfalls half eine schwere Zugmaschine zum gewählten Standort.

Dass Mühltal seit 30 Jahren das Ziel ist, liegt sicher auch an den weitläufigen Campingwiesen entlang der Attel. Dazu kommen noch die kostenlose Bereitstellung von Trinkwasser und Toilettenanlagen sowie genügend Brennholz fürs Lagerfeuer. Diese organisatorische Meisterleistung der Familie Habereder wird ebenso wie die für Vorträge zur Verfügung gestellte Reithalle von den weit gereisten Weltenbummlern gerne angenommen.

Den Besuchern ein ungezwungenes Forum zu bieten, auf dem sie Informationen zu selbst organisierten Fernreisen austauschen können, ist nach wie vor das Ziel des Globetrotter-Treffens. Die Globetrotter selbst sind sowohl Mittelpunkt wie Akteure und können ihren Aufenthalt selbst organisieren und genießen. Mit der Stellmöglichkeit für Expeditions-Fahrzeuge in allen Größen sowie mit Vorträgen über neue Reiseziele sorgt der Veranstalter lediglich für den notwendigen Rahmen.

Zum 30. Jubiläum begeisterte Michael Martin als in Insiderkreisen höchst dekortierter Fernreiseprotagonist mit seinem Vortrag "30 Jahre Abenteuer" die Besucher in der überbesetzten Halle. Hier wurden an den fünf Tagen Multimedia-Shows und Filme von Reisen auf allen Kontinenten gezeigt, 20 Vorträge und Workshops waren es insgesamt. Waren ursprünglich die Sahara und Nordafrika die Hauptziele, gibt es derzeit einen verstärkten Trend quer durch Russland in den Fernen Osten sowie nach Asien und Südamerika.

Zur großen Gemeinschaft der Globetrotter, die regelmäßig zum Zellerreiter Treffen kommen, zählen auch Mitglieder von Hilfsorganisationen, die aufgrund von Satellitenunterstützung für Telefon und Navigationsgeräte sowie der medizintechnischen Ausrüstung ihrer Fahrzeuge auch da noch helfen können, wo es andere nicht mehr schaffen.

prj/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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