A8-Ausbau: Das sagt der ADAC

Fast 9.400 Staumeldungen im vergangenen Jahr

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Vor allem in den Ferien staut sich der Verkehr oft auf der A8 zwischen München und Salzburg. Zum Beispiel bei Holzkirchen, obwohl die Trasse dort bereits dreispurig ausgebaut ist.

Landkreis - Zu Schwerpunkten auf der A8 zwischen München und Salzburg zählen laut ADAC die Bereiche vom Inntaldreieck bis Rohrdorf, von Felden bis Bergen sowie zwischen Anger und der Landesgrenze. Aber es gibt noch weitere Problemstellen.

"In jedem Fall muss der A8-Abschnitt vom Inntaldreieck bis zur Landesgrenze sechsspurig ausgebaut werden", erklärt der verkehrs- und umweltpolitische Sprecher des ADAC Südbayern, Alexander Kreipl. Seit der Ausbau der Autobahn geplant wird, gibt es heftige Diskussionen darüber. Bürgerinitiativen und Experten sind zwar für einen Ausbau der Autobahn. Sie denken aber, dass dies vierspurig genügt, so wie die Straße derzeit ist, plus Standstreifen.

So hat zum Beispiel der Dresdener Verkehrsexperte Ditmar Hunger bei einer Diskussionsveranstaltung Anfang des Jahres in Rohrdorf gesagt, dass es keinen Grund zu einem Ausbau von derzeit vier auf künftig sechs Spuren gebe. Lediglich an Steigungen sollte über eine sogenannte Kriechspur nachgedacht werden. Auch den Standstreifen temporär zu öffnen, wie es bereits in anderen Bereichen der A8 üblich sei, könnte die Situation verbessern. Insofern würde es seiner Meinung nach genügen, eine Standspur an die bestehende Autobahn anzubauen.

Alexander Kreipl vom ADAC sieht das anders. Auch der bereits sechsspurige Abschnitt zwischen München und Inntaldreieck muss seiner Meinung nach modernisiert und dabei achtspurig ausgebaut werden. Die Autobahn zwischen München und Salzburg sei hoch belastet .

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Vor allem der Bereich ab Rosenheim in Richtung Österreich habe noch Vorkriegsstandard. Das heißt, es gibt kaum Standstreifen, Kurven verlaufen sehr eng, die Trasse ist zu schmal und hat zum Teil viel zu kurze Auf- und Abfahrten. "Selbst ein Bagatellunfall oder ein liegengebliebenes Fahrzeug führt dann zu einem langen Stau", sagt Alexander Kreipl. "Insbesondere im Ferienreiseverkehr ist die A8 berühmt-berüchtigt." Nach heutigen Standards sei auch der Irschenberg zu steil für eine Autobahn. Zudem es in diesem Bereich, wo die Trasse bereits dreispurig verläuft, ebenso keine Standstreifen gibt. Wenn dort die Lkw hoch kriechen, sorgt das ebenfalls für Stau. 

Wie verheerend das Problem auf der A8 ist, zeigen ADAC-Zahlen aus 2015:

Die A8 zwischen München und Salzburg hat einen Anteil von fünf Prozent am Gesamtnetz bayerischer Autobahnen. Das umfasst laut dem Innenministerium rund 2.500 Kilometer. Der Prozentanteil der Staumeldungen liegt bei der A8 aber deutlich höher: Die zwischen München und Salzburg registrierten Staumeldungen machen etwa 9,3 Prozent aus, bezogen auf alle Meldungen für Autobahnen in Bayern, zehn Prozent bezogen auf die gemeldete Gesamtstaudauer aller bayerischen Autobahnen sowie 10,6 Prozent bezogen auf die Staukilometer, erklärt Alexander Kreipl.

Besonders betroffen von Staus sind laut dem ADAC-Experten der gesamte Abschnitt vom Autobahnkreuz München-Süd bis zum Inntaldreieck sowie von dort bis zur Anschlussstelle Rohrdorf und die Bereiche von Felden bis Bergen sowie von Anger bis zur Landesgrenze.

Katja Schlenker

Quelle: rosenheim24.de

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