Bundespolizei sperrt Bahnstrecke Rosenheim-Kufstein 

Darum beeinträchtigen die Güterzug-Kontrollen den Meridian

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Rosenheim/Kufstein - Ärgerlich für die Bahnfahrer: Aufgrund der Güterzug-Kontrollen der Bundespolizei muss die Bahnstrecke Rosenheim-Kufstein mehrfach gesperrt werden. Doch warum wird dadurch eigentlich der Personenverkehr beeinträchtigt und wie reagiert der Meridian auf die spontanen Unterbrechungen?

Seit Dezember führt die Bundespolizei immer wieder Kontrollen bei Güterzügen durch. Bereits am Donnerstag, 22. Dezeber, sowie am heutigen 23. Dezember musste die Bahnstrecke Rosenheim - Kufstein wieder mehrfach gesperrt werden. Dies sei auch nötig und im Vorfeld bekannt gegeben worden, erklärt die Bundespolizei München gegenüber rosenheim24.de.

Spontane Kontrollen, um Fluchtmöglichkeiten zu verhindern

"Wir wollen die Geduld der Reisenden natürlich nicht unnötig strapazieren", heißt es von Seiten der Bundespolizei. Dennoch sei eine Sperrung der Bahnstrecke vonnöten: "Ein Grund dafür ist die Gefahr für Migranten zu vermindern, die bei anstehenden Kontrollen aus den Zügen flüchten könnten." 

"Die Kontrollen, die oftmals in Absprache mit den österreichischen Kollegen spontan stattfinden, haben eine sehr kurze Vorlaufzeit und seien kurzfristig geplant, damit niemand im Vorfeld gewarnt werden könnte", heißt es weiter. Zwischenzeitlich werde auch nachts kontrolliert, damit die Bahnfahrer nicht von den Kontrollen beeinträchtigt werden. 

Kostenlose Busse als Schienenersatzverkehr

Kommt es also zu einer spontanen Kontroll-Aktion der Bundespolizei, steht auch der Meridian still. Christopher Raabe, Sprecher der Oberlandbahn Bayern erklärt, dass dem Meridian bei solch kurzfristigen Sperrungen meist die Hände gebunden seien: "Wir haben beschlossen, während der Güterzug-Kontrollen permanent Busse als Schienenersatzverkehr einzusetzen, die die Züge im Falle eines Stopps unterstützen." 

Dies sei für den Meridian mit einem erheblichen Aufwand und Kosten verbunden. Zudem seien die Fahrgäste die Leidtragenden. "Wir bedauern es sehr, falls es zu Engpässen, Verspätungen für die Fahrgäste oder gar Ausfällen käme", so Raabe weiter. "In der absoluten Mehrheit der Fälle klappt aber glücklicherweise der Ersatzverkehr mittels Bus." 

Die Fahrgäste müssen sich demnach weiterhin auf spontane Behinderungen im Zugverkehr auf der Bahnstrecke Rosenheim-Kufstein einstellen. Wie lange die Kontrollen der Bundespolizei noch andauern, ist nicht bekannt. 

mb

Quelle: rosenheim24.de

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