Schleusungen am laufenden Band

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Landkreis - Die illegalen Schleusungen in der Region reißen nicht ab. Am Wochenende erwischte die Polizei im Grenzgebiet insgesamt 75 unerlaubt eingereiste Personen.

Landes- und Bundespolizei haben über das Wochenende (26./27. Oktober) verteilt 75 illegal eingereiste Personen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet festgestellt. Von diesen wurden offenbar rund 50 Männer, Frauen und Kinder geschleust. Für ihre kriminellen Machenschaften nutzten die Schlepper vor allem die Balkan- und Brennerroute. Demnach stoppten die Beamten die Schleuserfahrzeuge auf der A8 und der A93. Die Fahnder und Ermittler waren pausenlos gefordert. 

An der Anschlussstelle Bad Reichenhall geriet ein Sudanese mit italienischem Flüchtlingspass ins Fahndungsnetz. Der mutmaßliche Schleuser brachte mit seinem Pkw sechs Eritreer ins Land. Bei Bad Feilnbach zogen die Bundespolizisten den Wagen zweier Ägypter mit italienischen Aufenthaltsgenehmigungen aus dem Verkehr. Sie beförderten zehn Palästinenser ohne Papiere. Ein Deutscher und ein Libanese mit Aufenthaltsrecht in Deutschland brachten sieben Syrer illegal über die deutsch-österreichische Grenze. Sie wurden nahe Oberaudorf gestoppt. Am Irschenberg beendeten die Zivilfahnder die Fahrt zweier Rumänen, die drei Eritreer mitgenommen hatten.

Bei Piding hielten die Bundespolizisten einen Ungarn an, der drei ausweislose Nigerianer mitgenommen hatte. Er gab an, sie über eine Mitfahrzentrale vermittelt bekommen zu haben. In einem Pkw stießen die Beamten bei Bad Feilnbach auf einen Deutschen mit zwei Syrern und drei Palästinensern. Auch in diesem Fall wurde dem Fahrer vorgeworfen, geschleust zu haben. Eine Deutsche und eine Syrerin mit deutscher Niederlassungserlaubnis werden beschuldigt, mit einem Pkw neun syrische Staatsangehörige eingeschleust zu haben. Die Bundespolizei sorgte an der Anschlussstelle Oberaudorf für das Reiseende dieser Gruppe.

Einen Ungarn nahmen die Fahnder bei Piding fest. Er beförderte vier afghanische Jugendliche die sich nicht ausweisen konnten. Den meisten mutmaßlichen Schleusern, die an diesem Wochenende gestoppt werden konnten, steht dem jeweiligen Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend die Untersuchungshaft bevor. Inwiefern sie und ihre Hintermänner die Flüchtlinge für ihre organisierten Fahrten abkassiert haben, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Rosenheimer und Freilassinger Bundespolizei. Summen von mehreren tausend Euro pro Person sind hierbei die Regel. Die unerlaubt Eingereisten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet.

Pressemeldung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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