Neues vom First-Responder Förderverein Bruckmühl

528 Einsätze, 19 Aktive und Kurioses

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Aufkleber als Mittel zur Identifikation mit dem First Responder.

Bruckmühl - First Responder präsentierten beeindruckende Jahresbilanz:

,,Die 500er­Marke ist wieder einmal geknackt". Im Rahmen der Jahres-hauptversammlung des Bruckmühler First-Responder (FR)-Fördervereins präsentierte Gruppenleiter Florian Kusterer eine beeindruckende Jahresstatistik. Im zurückliegenden Zeitraum - 1. Januar 2015 bis 1. Januar 2016 - schlugen 528 Einsätze (zum Vergleich in 2014: 490 Einsätze) zu Buche. Damit wurde der aufsteigende Trend seit 2011 weiter bestätigt. 

Eingangs seiner Ausführungen ging Kusterer auf die Einsatzbelastungen der First­Responder-Einsatzkräfte ein: ,,Wiederbelebungs- oder Reanimationseinsätze sind auch für einen ,alten Hasen' purer Stress, dies darf nicht unterschätzt werden." In diese Kategorie fiel auch eine kuriose Alarmierung zu einer „strangulierten Person an der Mangfallbrücke". ,,Da schießen dem Einsatzfahrer alle möglichen Gedanken durch den Kopf, bis er am Einsatzort eingetroffen ist. Gott sei Dank hing aber nur eine Puppe an der Brücke", führte hierzu Kusterer aus. Als „gute Sache" bewertete er den Umstand, dass das alte Einsatzfahrzeug der BRK­Bereitschaft überlassen werden konnte. Früchte tragen auch die intensive Nachwuchsarbeit und die Schlagkraft der „schnellen Helfer vor Ort". Sie haben mit aktuell 19 Einsatzkräften deutlich zugenommen. Lob fand er auch für die neu kreierten Aufkleber: ,,Damit steigt die Identifikation mit und für unsere Arbeit."

Im Anschluss erläuterte Kusterer detailliert die Einsatzstatistik: Bei den 528 Einsatzfahrten (2014: 502) wurden insgesamt 6000 Kilometer (2014: 5590), davon 3500 mit Sondersignal, abgespult. Im Einzelnen schlüsseln sich diese wie folgt auf: Zwölf Sofortmaßnahmen bei Verkehrsunfällen, 258 internistische Einsätze wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, epileptische Anfälle, allergische Reaktionen, Alkoholvergiftungen oder starke innere Schmerzen, 216 chirurgische Hilfeleistungen bei Stürzen, Brüchen, Schnittverletzungen oder auch Schlägereien, acht Arbeitsunfälle. Als „erfreuliche Einsätze" bezeichnete Kusterer zwei Geburten. Zu „sonstige Einsatzfahrten" zählen unter anderem psychiatrische Leiden, Tablettenvergiftungen, Hausnotrufe, Türöffnungen, Drogeneinnahmen oder auch Ehestreitigkeiten. 

Der jüngste Patient war gerade mal drei Monate, der älteste 96 Jahre alt. Des Weiteren standen fünf erfolgreichen Reanimationen drei erfolglose gegenüber. Auch mussten an Einsatzorten vier Todesfälle festgestellt werden. Darüber hinaus waren die Retter mit Sicherheitswachen und sonstige Abstellungen bei Theater­ und Sportveranstaltungen sowie Märkten und dem Volksfest Bruckmühl präsent. ,,Es gibt fast keinen Ort in der Marktgemeinde Bruckmühl, an dem wir nicht schon waren." Die „Schnellen Helfer vor Ort" arbeiteten nicht nur mit den Rettungswagen von Bad Aibling, Feldkirchen, Kolbermoor und Malteser Rosenheim zusammen, sondern auch mit den BRK-Kräften aus Rosenheim, Kiefersfelden, Miesbach und Holzkirchen sowie mit den Rettungshubschraubern. Abschließend erklärte Kusterer noch den Mitgliedern, dass Interessierte am Rettungsdienst jederzeit gern gesehen sind. Zur Ausbildung führte er aus: ,,Sie müssen 18 Jahre alt sein und einen Autoführerschein besitzen. Die Qualifizierung besteht aus einem 80-stündigen Sanitäts-A- und B-Lehrgang mit einer zusätzlichen 16-stündigen First-Responder-Fortbildung".

Text: Torsten Neuwirth

Quelle: mangfall24.de

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