Absturz der MH17 in der Ukraine:

"Danke, dass Sie meine Tochter ermordet haben"

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Elsemiek de B. (17) starb beim Absturz der MH17 in der Ukraine

Den Haag - Hans de B. ist ein Vater, dessen Welt zerbrochen ist. Beim Absturz der MH17 in der Ukraine verlor der Niederländer sein einziges Kind (17). Er klagt Putin an.

In einem offenen Brief schreibt der verzweifelte Vater:

Vielen Dank an Herrn Putin, an die Separatistenführer oder an die ukrainische Regierung!

Für den Mord an meinem geliebten und einzigen Kind, Elsemiek de B. (Name im Original ausgeschrieben)! Sie war 17 Jahre alt, in der fünften Klasse des Segbroek-Gymnasiums in Den Haag. Sie war auf dem Weg in die Ferien nach Malaysia zusammen mit ihrem kleinen Stiefbruder, ihrer Mutter (meiner Ex-Frau) und ihrem Stiefvater.

Elsemiek hätte nächstes Jahr ihre Abschlussprüfung gemacht, zusammen mit ihren besten Freundinnen Julia und Marina, sie war sehr gut in der Schule! Danach wollte sie an der Technischen Hochschule Delft studieren, sie freute sich schon darauf!

Aber jetzt ist sie plötzlich nicht mehr da! Sie wurde vom Himmel geschossen, in einem fremden Land, wo ein Krieg wütet!

Obenstehende Herren, ich hoffe, Sie sind stolz darauf, sie getötet und ein junges Leben und eine Zukunft ausgelöscht zu haben. Und ich hoffe, Sie können sich selbst in die Augen sehen.

Ich hoffe, mein Brief erreicht Sie, vielleicht auf Englisch übersetzt (was Sie als intelligente Herren sicher gut verstehen).

Nochmals vielen Dank!

Grüsse, Elsemieks Vater Hans de B.  (Name im Original ausgeschrieben) aus Monster, Niederlande, dessen Leben ruiniert ist.

P.S. Herr Putin, ich hoffe, das intensive Gespräch mit unserem Premierminister hat Ihnen die Augen geöffnet! Ich weiss, dass Sie das nicht unbeeindruckt lässt. Ich wäre beeindruckt, wenn Sie das russische Militär zur Bewachung der Absturzstelle entsenden könnten, damit die holländischen Experten ihre Arbeit tun können. Danke im Voraus.

USA erheben Vorwürfe gegen Russland

In der Ukraine-Krise haben die USA neue Vorwürfe gegen Russland erhoben. Es gebe Anzeichen dafür, dass russische Militärs mit Artillerie von russischem Gebiet auf ukrainische Einheiten schössen, sagte die Sprecherin des Washingtoner Außenministeriums, Marie Harf. Sie berief sich auf Hinweise von Geheimdiensten befreundeter Staaten. Medienberichten zufolge fanden Ermittler derweil an der Absturzstelle des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 in der Ostukraine weitere Leichen. Bis Freitag sollen möglichst alle der bislang geborgenen Opfer in die Niederlande ausgeflogen werden. An dem Tag wollen die EU-Mitgliedsländer zugleich die angekündigte Ausweitung der Sanktionen gegen Personen und Unternehmen in Russland beschließen.

Internet-Betrüger wollen Tragödie ausnutzen

Im Netz kursieren zahlreiche Videos, die angeblich den Absturz der Malaysia-Maschine MH17 zeigen. Doch Vorsicht: Nicht alle Filme sind echt! Die Polizei Niedersachsen warnt vor Betrügern, die Videos nutzen, um Schadsoftware zu installieren. Die Filme zeigen meist andere Flugzeugunglücke. Klickt man die Videos an, landet man auf Internetseiten, auf denen laut Polizei gefährliche Malware lauert oder Abo-Fallen versteckt sind. Die Polizei rät, Hinweise auf solche Videos in sozialen Netzwerken zu ignorieren.

Quellen: Facebook/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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