Chile: Tote bei Explosion in illegalem Bergwerk

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Die Leichen der zwei bei einer Explosion in einer illegalen chilenischen Miene umgekommenen Arbeiter werden geborgen.

Santiago de Chile - Nur knapp einen Monat nach der spektakulären Rettung von 33 Bergleuten in Chile sind bei einer Explosion in einer illegalen Mine zwei Kumpel getötet worden.

Ein weiterer wurde am Montag schwer verletzt. Die Kupfermine Los Reyes liegt in der Nähe des Bergwerks San José in der Atacama-Wüste, in dem 33 Bergleute bis zum 13. Oktober unter Tage eingeschlossen waren. Der glückliche Ausgang der Rettung hatte damals weltweit Aufsehen erregt. Für die Kupfermine Los Reyes in der Region Puquios 65 Kilometer östlich von der Stadt Copiapó habe es keine Betriebsgenehmigung gegeben, teilte Bergbauminister Laurence Golborne am Dienstag mit. Es handelte sich um eine von vielen kleinen Bergwerken, die fast immer ohne Wissen und Genehmigung der Behörden betrieben werden.

“Wir wussten gar nicht, dass es sie gibt“, räumte der regionale Leiter der Kontrollbehörde, Mariano Gajardo, ein. Gerade die ganz kleinen Bergwerke mit meist nur fünf bis zehn Arbeitern seien besonders gefährlich, urteilte der Direktor des geologischen Instituts an der Universität von Atacama, Wolfgang Griem. Es gebe in Chile viele solcher Minen, in denen nur zeitweise gearbeitet werde. Die Kontrollbehörde ist viel zu klein, um sie alle überprüfen zu können. Der Unfall sei offenbar durch Sprengstoff und Zubehör ausgelöst worden, die zu alt waren, berichtete die Zeitung “La Tercera“ unter Berufung auf Ingenieure.

Überlebende Arbeiter der Mine hätten berichtet, es sei zu fünf bis sechs Explosionen in der Mine gekommen. Der Verletzte Arbeiter habe sein linkes Auge verloren. Nach der Rettung der 33 Bergleute hatte die Regierung in Chile eine Verbesserung des Arbeitsschutzes für Minenarbeiter angekündigt aber bisher noch nicht umgesetzt. Gewerkschaften hatten immer wieder die schlechten Bedingungen kritisiert.

dpa

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