China: Prozess gegen prominenten Dissidenten

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Xiaobo steht wegen eines Manifests und mehrerer Artikel über nötige Reformen in China vor Gericht.

Peking - Unter ungewöhnlich scharfen Sicherheitsvorkehrungen ist am Mittwoch in Peking dem prominenten chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo der Prozess gemacht worden.

Das Urteil wird an diesem Freitag gesprochen. Das berichtete der Dissidenten-Anwalt Mo Shaoping am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Peking. Der Prozess am Vormittag vor dem Ersten Mittleren Volksgericht im Westen der Hauptstadt habe nicht einmal drei Stunden gedauert.

Liu Xiaobo habe sich vor dem Gericht dazu bekannt, einer der Initiatoren des “Charta 08“ genannten Appells für Demokratie und Menschenrechte in China gewesen zu sein. “Er betonte aber, damit nicht gegen Gesetze verstoßen zu haben“, sagte Mo Shaoping. Der Verteidiger habe auf “nicht schuldig“ plädiert.

Wegen dieses Manifests und mehrere Artikel über nötige Reformen in China wirft die Staatsanwaltschaft dem 54-jährigen Ehrenvorsitzenden des chinesischen Pen-Clubs unabhängiger Schriftsteller “Untergrabung der Staatsgewalt“ vor. Ihm drohen 15 Jahre Haft.

Zwei Anwälte der Kanzlei von Mo Shaoping vertreten Liu Xiaobo. Mo Shaoping selber ist einer der Unterzeichner der “Charta 08“ und durfte den Bürgerrechtler deswegen nicht selbst vertreten.

dpa

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