Kürzere Tage durch Erdbeben in Chile

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Erdbeben in Chile

Santiago de Chile - Das Erdbeben war mit einer Stärke von 8,8 auf der Richter-Skala so heftig, dass sich dadurch die Tage auf der Erde verkürzt haben sollen und sich die Erdachse verschoben haben soll.

Das Erdbeben in Chile am Samstag war mit einer Stärke von 8,8 auf der Skala sogar hundertmal heftiger als die Erdstöße in Haiti am 12. Januar.

Wie die US-Weltraumorganisation NASA nun auf ihrer Internetseite berichtet, hat der Wissenschaftler Richard Gross ausgerechnet, welche Auswirkungen das Beben in Chile auf die Erdrotation hat. Mit Hilfe einer komplizierten Rechnung kamen Gross und sein Forschungsteam zu dem Ergebnis, dass die Tage um rund 1,26 Mikrosekunden (eine Mikrosekunde ist der millionste Teil einer Sekunde) kürzer geworden sind.

Bilder vom Erdbeben in Chile

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Eindrucksvoll ist auch, wie sich das Beben auf die Erdachse ausgewirkt hat. Nach den Berechnungen von Gross hat sie sich um rund acht Zentimeter verschoben. Zum Vergleich: Gross hatte 2004 nach dem selben Modell die Auswirkungen des Bebens vor Sumatra, das eine Stärke von 9,1 hatte, berechnet. Damals verkürzten sich die Tage um 6,8 Mikrosekunden und die Erdachse verschob sich um sieben Zentimeter.

Laut Richard Gross gibt zwei Gründe, warum das Beben vor Chile größere Auswirkungen auf die Erdachse hatte, obwohl es schwächer war, als das von 2004: Zum einen ereignete es sich in größerer Entfernung vom Äquator. Zum anderen ist die Verwerfung, die für das Beben von Chile verantwortlich ist, steiler und kann darum die gesamte Erdmasse weiter verschieben.

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