Erdbebenopfer warten verzweifelt auf Hilfe

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Rettungsmannschaften suchen fieberhaft nach Verschütteten.

Wellington - Nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland werden noch rund 300 Menschen vermisst. Die Rettungsdienste mussten die Suche nach Überlebenden jedoch in einigen beschädigten Gebäuden wegen Einsturzgefahr abbrechen.

Allein im Canterbury-Television-Gebäude werden 50 Menschen vermutet, die nach Einschätzung der Polizei das Beben aber ohnehin nicht überlebt haben dürften. Insgesamt waren bisher 75 Leichen geborgen worden. Das Beben hatte sich ereignet, als in der Innenstadt von Christchurch mit 390.000 Einwohnern Hochbetrieb herrschte.

Die Regierung rief den nationalen Notstand aus. Damit erhält das Amt für Zivilverteidigung weitreichende Befugnisse, um die Rettungsaktion mit Kräften aus dem ganzen Land zu koordinieren. Mehr als 200 Retter sind im Einsatz, um nach Verschütteten zu suchen.

“Es könnte die dunkelste Stunde Neuseelands sein“, sagte Regierungschef John Key am Dienstag. Nach Behördenangaben vom Mittwochmorgen (Ortszeit) wurden bislang rund 40 Tote identifiziert.

Bilder aus der Unglücksregion

Erdbeben in Neuseeland: Dutzende Tote

Die Innenstadt von Christchurch auf der Südinsel wurde teilweise zerstört. Die Stadt erlebte mehr als 30 teils heftige Nachbeben. Mehr als 2000 Einwohner trauten sich nicht in ihre Häuser zurück und gingen in Notunterkünfte. Die Einwohner sprachen von Chaos und Panik. Tausende rannten schreiend ins Freie.

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Noch über 100 Menschen eingeschlossen

Eingeschlossene riefen aus den Trümmern um Hilfe. Blutüberströmte Menschen liefen orientierungslos herum. Die Behörden konnten keine Angaben über ausländische Opfer machen. Es sei leider zu erwarten, dass Touristen und ausländische Studenten betroffen seien, sagte Vize-Regierungschef Bill English. Queen Elizabeth II. sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Sie sei “zutiefst betroffen“ über das Unglück, erklärte sie in einem Schreiben an Premierminister Key. Die Europäische Union (EU) bot der neuseeländischen Regierung Hilfe und Unterstützung an. Taiwan schickte bereits ein 22-köpfiges Team und Rettungsgerät.

Erst im September war Neuseeland von einem Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert worden. Damals starb nur ein Mensch. Die Region im Südpazifik ist stark erdbebengefährdet. Die Indo-Australische und Pazifische Platte der Erde reiben sich dort aneinander.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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