Großer Erfolg für Salzburger Polizei

Über 80 Hieb-und Stichwaffen in einer Wohnung sichergestellt

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Salzburg - Ein Ehepaar klaute im Juli eine Geldbörse. Das Überwachungsvideo führte die Beamten zu ihnen. Eine Wohnungsdurchsuchung brachte dann Überraschendes zu Tage:

Eine 41-jährige Österreicherin, ihr 44-jähriger Ehemann aus dem Kosovo und ein 29-jähriger Bekannter stahlen Ende Juli 2016, in Hallein, in einem Geschäft eine Geldbörse aus einem Einkaufswagen. Die Videoüberwachung zeichnete die Tat auf und filmte das Trio. 

Schlagringe, Springmesser, Elektroschocker und Pfeffersprays

Eine Fahndung führte knapp eine Stunde später zum Erfolg und die Diebe konnte angehalten werden. Da die gestohlene Geldbörse nicht aufgefunden werden konnte, begaben sich die Polizisten mit den Dreien zur Wohnung des Ehepaares in Hallein. Dort stellten die Beamten schließlich über 80 Hieb-und Stichwaffen sicher. Die Frau gab an die Waffen in Prag, Tschechien auf einem Markt gekauft zu haben. Darunter waren 25 Schlagringe, sieben Stahlruten, sechs Taschenlampen als Elektroschocker getarnt, zwei Überlebensmesser, zwei Rohre als Stichwaffen getarnt, 39 Springmesser mit Klingenlängen zwischen 8 und 10 Zentimeter, eine Machete sowie vier Pfeffersprays. 

Der chinesische Verkäufer in Prag habe ihr zugesichert, dass die Einfuhr und der Verkauf in Österreich kein Problem und legal seien. Als Grund für den Waffenkauf gab die Frau zu Protokoll, dass sie die Waffen im Bereich des Salzburger Bahnhofes verkaufen wollte, da dort eine starke Nachfrage bestehe- sowohl für Asylwerber als für andere Personen. Aus dem gewinnbringenden Verkauf wollte sie ihre schlechte finanzielle Situation verbessern. Der 29-Jährige begleitete die Frau nach Prag. Er stritt jedoch ab etwas vom Kauf der Waffen gewusst zu haben. 

Kosovare wurde abgeschoben

Gegen die beiden wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Auch der 44-jährige Ehemann machte keine Angaben zu den Waffen. Bei ihm stellten die Beamten trotz aufrechten Waffenverbotes einen Totschläger sicher. Alle drei werden bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt. 

Das Bundesamt für Fremden-und Asylwesen hatte bereits zuvor einen Festnahmeauftrag zwecks einer geplanten Abschiebung des Kosvaren ausgestellt. Gegen den Mann wurde bereits wegen Übertretungen nach dem Suchtmittelgesetz und Eigentumsdelikten ermittelt. Schließlich nahmen AGM-Schengenfahnder den 44-Jährigen in Salzburg in der Elisabethstraße fest. Der Kosovare wurde mittlerweile in sein Heimatland abgeschoben.

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

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