Frauen setzen Protest in Uiguren-Provinz fort

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Etwa 200 Frauen blockierten eine Hauptstraße und forderten die Freilassung ihrer Männer und Kinder.

Peking - In der nordwestchinesischen Unruheprovinz Xinjiang ist es trotz eines massiven Polizeiaufgebots zu neuen Protesten gekommen.

Zwei Tage nach den blutigen Auseinandersetzungen mit mindestens 150 Toten gingen Hunderte Uiguren auf die Straße, gerade als die Behörden ausländische Journalisten durch die Provinzhauptstadt Ürümqi führten. Ein BBC-Korrespondent berichtete, es seien diesmal vor allem Frauen gewesen, die protestierten.

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Chinesische Medien berichteten, etwa 300 Demonstranten hätten die 60 ausländischen Journalisten umringt und Slogans gerufen. Einige hätten versucht, von den Journalisten Informationen über ihre Verwandten zu erhalten. Eine Frau und ihr Kind hätten sich den Reportern als erste genähert und weinend die Freilassung ihres inhaftieren Mannes verlangt, berichtete die staatliche Agentur Xinhua am Dienstag.

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Etwa 1000 weitere Menschen hätten die Kundgebung beobachtet. Als die Demonstranten von der Bereitschaftspolizei aufgehalten wurden, hätten sie sich auf die Straße gesetzt. Gegen Mittag (Ortszeit) sei die Kundgebung dann aufgelöst worden. Nach den Auseinandersetzungen vom Sonntag hatte die Polizei mehr als 1400 Verdächtige festgenommen, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete.

Nach Angaben des BBC-Korrespondenten zogen Polizisten von Haus zu Haus und nahmen vor allem junge Männer fest. Am Montag hatte die Polizei Proteste in Kashgar beendet. Sie trieb dort mehr als 200 Uiguren auseinander, die sich in einer Moschee versammelt hatten.

dpa

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