Air France Absturz: Ort der Flugschreiber bestimmt

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Ein Wrackteil der abgestürzten Maschine. Von den Flugdatenschreiben erhofft man sich Erkenntnisse über die Absturz-Ursache.

Paris - Elf Monate nach dem Absturz der Air-France-Maschine über dem Atlantik gibt es neue Hoffnung, das Unglück bald aufzuklären. Experten haben den Ort der Flugdatenschreiber eingegrenzt.

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Die Auswertung von früheren Signalen der Flugschreiber hat jetzt eine Eingrenzung des Absturzgebietes im Atlantik auf fünf Quadratkilometer ermöglicht. Ob sie auch geborgen und ausgewertet werden können, ist aber noch völlig unklar. “Ich würde äußerst vorsichtig bleiben“, sagte der französische Regierungssprecher Luc Chatel am Donnerstag dem Rundfunksender France Info. Die Hinterbliebenen der 228 Opfer können damit hoffen, doch noch die Wahrheit über die Katastrophe zu erfahren.

Bilder von der Trauerfeier für die Absturz-Opfer

Bilder von der Trauerfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes

Die Signale wurden bereits im Sommer 2009 von dem französischen Atom-U-Boot “Emeraude“ aufgefangen worden. Sie wurden erst jetzt nach einer erneuten Computerauswertung der Sonaraufzeichnungen durch den Rüstungselektronik-Konzern Thales identifiziert. Thales hatte auch die am Flugzeug angebrachten Pitot-Sonden zur Geschwindigkeitsmessung gebaut, deren Ausfall zu Beginn des Absturzes stand.

Jetzt senden die Flugschreiber keine Signale mehr, denen man bei der Suche folgen könnte. Es kann sein, dass sie von den Tauchrobotern in dem zerklüfteten Seegebiet nicht gefunden werden oder dass sie in einer Felsspalte unzugänglich bleiben. Das Pariser Amt für Unfallanalyse BEA bleibt daher vorerst zurückhaltend.

Der Airbus A330 der Air France war am 1. Juni 2009 auf dem Nachtflug von Rio nach Paris im Unwetter abgestürzt. Zuvor waren die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen. Alle 228 Insassen starben. Die Auswertung der Flugschreiber könnte den Unglücksverlauf erklären und damit helfen, ähnlichen Unglücken vorzubeugen. Erst am Dienstag hatte das norwegische Schiff “Seabed Worker“ mit zwei unbemannten U-Booten und einem Tauchroboter für das BEA wieder eine dreiwöchige Suche nach dem Wrack aufgenommen.

dpa

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