Zahlreiche Tiere werden von Tierschützern befreit

Tiermumien: Schlimmster Zoo der Welt wird geschlossen

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Erschreckende Bilder aus dem Khan Younis Zoo

Hamburg/Gaza - Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat erreicht, dass der "schlimmste Zoo der Welt" im Gazastreifen geschlossen wird. Was jetzt mit den ganzen Tieren des Zoos passiert:

Nach langen Verhandlungen gibt es endlich grünes Licht: Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN wird in einer Rettungsmission die 16 Zootiere aus dem Khan Younis Zoo im Gazastreifen befreien und sie in ein neues Zuhause überführen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, ein internationales Team aus Tierärzten und logistischer Unterstützung bereitet sich auf den Einsatz in den nächsten Tagen vor. 

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten konnte der Khan Younis Zoo seine Tiere seit Anfang des Jahres nicht mehr angemessen versorgen und ausreichend Futter für sie bereitstellen. Um mehr Besucher anzulocken und Einkommen zu generieren, stellte der Besitzer sogar die mumifizierten Körper bereits verstorbener Tiere aus. Die „Tiermumien“ wurden mittlerweile entfernt, doch geblieben ist ein zweifelhafter Ruf als „schlimmster Zoo der Welt“. 

Der Besitzer bat die Tierschutzorganisation bereits im Februar 2016 um Hilfe und diese organisierte die dringend notwendigen Futterverteilungen. Im Juni führte VIER PFOTEN außerdem eine Mission durch, um die Lage vor Ort zu überprüfen und Verbesserungsmaßnahmen (medizinische Checks, Sicherheitschecks der Gehege etc.) umzusetzen. 

Was jetzt mit den Tieren passiert

Dr. Amir Khalil, Projektleiter und Tierarzt von VIER PFOTEN: „Das Aus für den Zoo bedeutet ein neues Leben für Tiger Laziz und die anderen Tiere, die bisher in desolaten Käfigen dahin vegetieren und unter Mangel an Futter und medizinischer Versorgung leiden mussten.“ 

Die meisten Tiere, wie die Schildkröten, die Stachelschweine und der Emu, sollen einen Platz in der jordanischen Schutzstation „New Hope Centre“ bekommen. Die Station ist Teil der Organisation „Al Ma’wa for Nature and Wildlife“, die von VIER PFOTEN und der Princess Alia Foundation ins Leben gerufen wurde. 

Da dort derzeit kein freies Gehege für eine Großkatze zur Verfügung steht, hat Tiger Laziz eine etwas weitere Reise vor sich: Für ihn konnte ein Platz im VIER PFOTEN Großkatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika organisiert werden, wo bereits über 100 andere Großkatzen aus schlechten Haltungsbedingungen ein neues Zuhause gefunden haben. Nach kurzer Zeit in einem Eingewöhnungsgehege wird Laziz ein 1 Hektar großes Gehege mit Grasfläche, Bäumen und Badeteich beziehen. 

Der „Biss in die saure Zitrone“ hilft jetzt den Tieren 

Die von VIER PFOTEN ins Leben gerufene „Lemon Challenge“ soll dem Projekt zusätzliche Aufmerksamkeit verleihen. Zahlreiche Tierfreunde haben bereits teilgenommen undin eine Zitrone gebissen. Mit dem Hashtag #2sour2ignore haben sie davon ein Video auf ihren Social Media Kanälen hochgeladen und Freunde zum Mitmachen und Spenden für die Rettungsmission aufgefordert. 

Pressemitteilung VIER PFOTEN

Quelle: rosenheim24.de

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