Hilfeschreie in der Nacht

Japan: Zehn Tote nach Brand in Krankenhaus

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Japanische Feuerwehrleute versuchten vergeblich den Brand einzudämmen

Tokio - In der Nacht bricht in einem Krankenhaus in Japan Feuer aus. Zehn Personen sterben. Zuvor wurde bereits der Brandschutz bemängelt, doch niemand reagierte.

Bei einem Brand in einem Krankenhaus in Südjapan sind am Freitag zehn Menschen ums Leben gekommen. Wie japanische Medien unter Berufung auf die Feuerwehr in der Stadt Fukuoka berichteten, hatten die Behörden erst im Juni die unzureichenden Feuerschutzvorrichtungen in dem vierstöckigen Gebäude bemängelt.

Kurz darauf vorgelegte Verbesserungspläne seien jedoch nie umgesetzt worden. Das Feuer war in der Nacht aus zunächst ungeklärter Ursache in einem Behandlungszimmer der orthopädischen Klinik ausgebrochen.

Lichterloh in Flammen

Als die Feuerwehr ankam, habe das in einer Wohn- und Einkaufsgegend gelegene viergeschossige Gebäude im unteren Bereich bereits lichterloh in Flammen gestanden. Nach neuesten Angaben hatten sich 18 Personen zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Haus aufgehalten.

Bei den Todesopfern handelt es sich um acht Patienten sowie den früheren Direktor der Klinik und seine Frau. Sie wohnten in dem Haus.

Hilfeschreie und Explosionen

Fünf Personen seien verletzt worden. Drei Menschen konnten sich selbst in Sicherheit bringen, hieß es. Anwohner berichteten Reportern von schwarzen Qualmwolken, Hilfeschreien und Explosionen. Die Behörden wollen nun prüfen, ob ein Verstoß gegen Bauauflagen vorliegt. Das viergeschossige Gebäude habe keinen Fahrstuhl.

Scheinbar habe niemand in der Klinik versucht, den Brand zu löschen. Fünf Türen hätten offen gestanden, wodurch Rauch in die oberen Geschosse gelangte, hieß es.

dpa

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