Über 400 Fälle:

Radl-Knacker betätigten sich auch als Einbrecher

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Salzburg -  Der Polizei gelang jetzt der Durchbruch: Sie schnappte eine Bande von Radldieben und Einbrechern, die einen Schaden in Höhe von mehr als einer halben Million Euro verursacht hatte.

Der vor einem Jahr eingerichteten „Ermittlungsgruppe Rad“ gelang bis dato die Klärung von insgesamt 392 Fahrraddiebstählen durch eine kriminelle Vereinigung, mit einem Gesamtschaden in der Höhe von 526.000 Euro. Insgesamt ergeht eine Anzeige mit 436 Fakten einschließlich 202 Kellereinbrüche an die Staatsanwaltschaft.

Nach intensiv geführter kriminalpolizeilichen Ermittlungstätigkeit gegen diese kriminelle Vereinigung, wurde am 8. April eine konzertierte Aktion gegen die bislang bekannten Mitglieder dieser Fahrradbande durchgeführt. Dem vorausgegangen war eine Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Salzburg. Gegen sechs Beschuldigte, davon vier serbische Staatsangehörige, ein mazedonischer Staatsangehöriger und ein Österreicher, im Alter von 18 bis 38 Jahren konnten gerichtlich bewilligte Festnahmen und Hausdurchsuchungen erwirkt werden. In der Wohnung eines Beschuldigten im Stadtteil Lehen konnte ein weiteres Mitglied der Bande, ein 27-jähriger serbischer Staatsangehöriger, identifiziert und festgenommen werden. Insgesamt wurden sieben Beschuldigte im Stadtgebiet von Salzburg festgenommen und in die Justizanstalt Salzburg überstellt.

Im Zuge der Ermittlungen gegen diese kriminelle Vereinigung konnten Ende Mai/Anfang Juni 2014 bereits drei serbische Staatsangehörige im Alter von 26 bis 38 Jahren festgenommen werden. Darunter befand sich ein Hehler, der die gestohlenen Fahrräder gewinnbringend in Serbien verkaufen wollte. In seinem Bus konnten fünf gestohlene Fahrräder sichergestellt werden. Diesem Trio konnten 14 Fahrraddiebstähle nachgewiesen werden. Der 26-jährige Serbe wurde aufgrund der Spuren als unmittelbarer Täter zu Kellereinbrüchen ausgeforscht. Zu diesem Zeitpunkt erlangten die Beamten erste Erkenntnisse zu den Hintermännern dieser Organisation. Die kriminelle Vereinigung ist organisiert und arbeitsteilig vorgegangen. Die in Salzburg ansässigen Köpfe der Bande (Hintermänner) haben vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene angeworben. Diese wurden geschult und ihnen wurde das entsprechende Einbruchswerkzeug zur Verfügung gestellt.

In weiterer Folge verübten diese „Läufer“ die Kellereinbrüche als unmittelbare Täter und brachten die Diebesbeute zu den Auftraggebern. Anschließend brachten sie die gestohlenen Fahrräder nach Serbien. Der Verkauf im Ausland erfolgte teilweise über Internetplattformen aber auch direkt an Abnehmer bzw. Fahrradgeschäfte. Nach den ersten Festnahmen konnte bereits ein spürbarer Rückgang der Kellereinbrüche verzeichnet werden. Eine weitere Festnahme eines 19-jährigen Serben im Stadtgebiet von Salzburg konnte am 22. April erwirkt.

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ obs

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