Mit Fotos vom Rettungseinsatz

Münchner Familie nach Regenfällen in Höhle eingesperrt

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Salzburg/Schneizlreuth - In der Lamprechtshöhle bei St. Martin (Pinzgau) mussten am Freitagabend mehrere Urlauber, darunter eine Familie aus dem Münchner Westen, gerettet werden. Bei der Fahrt zum Einsatz hatte ein Rettungsfahrzeug auch noch einen schweren Unfall auf der B21 bei Unterjettenberg:

UPDATE, Samstag, 13.30 Uhr, Familie stundenlang in Höhle

Glimpflich ist ein Notfall in einer Salzburger Höhle für mehrere deutsche Wanderer zu Ende gegangen. Fünf Deutsche, darunter laut Salzburger Nachrichten eine Familie mit zwei Kindern aus Germering (Oberbayern), wurden gemeinsam mit zwei Niederländern bei Starkregen von den Wassermassen in der Lamprechtshöhle bei Lofer eingeschlossen, in einem der größten Höhlensysteme Europas. Rund drei Stunden gab es keinen Weg ins Freie, dann konnten alle Urlauber unverletzt gerettet werden.

Dabei sei in der Höhle aufgrund ähnlicher Zwischenfälle in der Vergangenheit bereits eine Alarmanlage installiert worden, erklärte die Salzburger Polizei am Samstag. Bereits am Eingang der Schauhöhle sei ein Schild angebracht, auf dem auf die Gefahren der Besichtigung bei starkem Regen hingewiesen werde.

Zehn Minuten nach dem Ertönen des Vorwarnsystems gab es am Freitag für die Eingeschlossenen bereits kein Entkommen mehr. Ob die Touristen nicht schnell genug reagierten oder zu weit vom Ausgang entfernt waren, war noch Gegenstand der Ermittlungen. Bis auf eine leichte Unterkühlung blieben alle Urlauber unversehrt. Auch ein Hund sei wohlbehalten aus der Höhle befreit worden.

Münchner Familie nach Regenfällen in Höhle eingesperrt

Während die beiden Kinder ins Freie getragen wurden, konnten die Erwachsenen den Ausgangsbereich mit noch kniehohem Wasser am frühen Abend selbst passieren. Es habe zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr bestanden, versicherten die Behörden. Dank einer Steigung in der Höhle seien im Inneren alle in Sicherheit gewesen. Retter konnten erst nach einer Senkung des Wasserstandes ins Innere vordringen. Die Strömung sei für Taucher zuvor zu stark gewesen.

Eine Gruppe von Salzburger Höhlenretter hatte am Weg zur Höhle in Bayern einen Verkehrsunfall, wie die Polizeiinspektion Bad Reichenhall mitteilte. Alle Insassen blieben unverletzt.

Immer wieder kommt es in der größten und längsten wasserführenden Höhle Europas, die zwischen Mai und Oktober zu besichtigen ist, zu Zwischenfällen. 26 vorwiegend deutsche Touristen mussten zuletzt 2013 stundenlang wegen eines Hochwassers ausharren. Alle blieben unverletzt und kamen mit nassen Füßen davon.

Deshalb gibt es dort auch eine Notunterkunft an einer erhöhten und trockenen Stelle mit Decken, Notproviant und einem Telefon. Besucher können auf Steiganlagen etwa 700 Meter in die Höhle gehen. Auf über 390 Stufen überwinden sie dabei eine Höhendifferenz von 70 Metern.

UPDATE, Samstag, 10.05 Uhr, Polizeimeldung:

Am Freitag gegen 17.20 Uhr ereignete sich in Unterjettenberg ein Verkehrsunfall mit einem Einsatzfahrzeug der Salzburger Höhlenrettung. Das Einsatzfahrzeug war auf den Weg zu der Lamprechtshöhle in St. Martin im Pinzgau. Laut Alarmierung waren in dieser Höhle mehrere Personen aufgrund der starken Regenfälle eingeschlossen worden.

Der Fahrer des Einsatzfahrzeugs befuhr die B21 mit eingeschalteten Blaulicht und Martinshorn von Bad Reichenhall kommend in Fahrtrichtung Lofer. In Unterjettenberg verlor der Fahrer in einer Rechtskurve vor der Saalachbrücke auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle seines Einsatzfahrzeuges. Das Einsatzfahrzeug drehte sich 180 Grad um die eigene Achse und kollidierte mit einem Fahrzeug des Gegenverkehrs.

Glücklicherweise wurde bei dem Zusammenstoß niemand verletzt. Beide Fahrzeuge mussten vor Ort abgeschleppt werden. Die Beamten der Reichenhaller Polizei nahmen den genauen Unfallhergang vor Ort auf. Aufgrund des Reiseverkehrs kam es zu Stauungen während der Unfallaufnahme.

Unfall mit Einsatzfahrzeug auf B21

Die Erstmeldung:

Wie Aktivnews und die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldeten, sind aufgrund der starken Regenfälle in der Region sieben Personen am Freitagnachmittag in der sogenannten Lamprechtshöhle eingeschlossen worden, darunter fünf Deutsche und zwei Kinder. Erst gegen Abend konnten alle Besucher aus der Höhle gerettet werden.

Glücklicherweise blieben alle Personen - auch die zwei zur Gruppe gehörenden Kinder - unverletzt. Die Urlauber sind nur leicht unterkühlt und wohlauf.

Rettungsfahrzeug gerät in Gegenverkehr

Bild von der Unfallstelle

Hinzu kommt das scheinbar ein Rettungsfahrzeug auf dem Weg zur Lamprechtshöhle in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wurde. Das Fahrzeug ist nach Berichten vor Ort - aus noch unbekannten Gründen - in den Gegenverkehr geraten. Der Unfall ereignete sich offenbar auf deutschem Gebiet.

Aktivnews/Pressemeldung Polizei Bad Reichenhall

Quelle: BGland24.de

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